Ptose

  • Klaus Poeck
Part of the Kliniktaschenbücher book series (KTB)

Zusammenfassung

Eine Ptose kann eine von drei Ursachen haben: partielle Okulomotoriuslähmung, welche den Ast des Nerven betrifft, der den M. levator palpebrae superioris innerviert, Schädigung der sympathischen Bahnen (Schwäche des M. tarsalis, s. auch Kapitel 27) oder Myopathie. Die Ptose kann einseitig oder bilateral sein. Wenn sie einseitig ist, zeigt sie eine umschriebene Läsion an. Bilaterale Ptose ist fast immer Zeichen einer generalisierten Muskelkrankheit oder, viel seltener, einer Krankheit des peripheren Nervensystems. Die erste diagnostische Aufgabe ist es, sicherzustellen, ob der Patient auch eine leichte Schwäche anderer extraokulärer Muskeln hat, und die zweite ist, die Pupillen auf Weite und Reaktion auf Lichteinfall zu untersuchen. Miose und völlig freie Beweglichkeit des Bulbus oculi spricht für Homer-Syndrom und gegen Okulomotoriuslähmung. Eine mäßig erweiterte Pupille mit Abschwächung der Lichtreaktion ist charakteristisch für Okulomotoriuslähmung und erlaubt den Ausschluß von Homer-Syndrom und Myopathie. Natürlich gibt es Fälle von Okulomotoriuslähmung, bei denen die parasympathischen Fasern ausgespart bleiben. Für die Differentialdiagnose der Okulomotoriuslähmung wird auf Kapitel 6 verwiesen. Bei Myopathien findet man häufig Schwäche verschiedener extraokulärer Muskeln, ferner der mimischen und/oder der Gliedmaßenmuskeln zusätzlich zur Ptose.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  • Klaus Poeck
    • 1
  1. 1.Neurologischen KlinikRheinisch-Westfälische Technische Hochschule AachenAachenBundesrepublik Deutschland

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