Erster epileptischer Anfall im Erwachsenenalter

  • Klaus Poeck
Part of the Kliniktaschenbücher book series (KTB)

Zusammenfassung

Als Faustregel kann gelten, daß epileptische Anfälle aller Formen, die in der Kindheit oder im Jugendalter auftreten, wahrscheinlich der sogenannten idiopathischen oder genuinen Epilepsie zuzuordnen sind. Ein erster Anfall im Erwachsenenalter muß Anlaß sein, gründlich nach einer organischen, toxischen oder metabolischen Hirnkrankheit oder nach einer extrazerebralen Krankheit zu suchen, die zu Anfällen führen kann. Die Schwäche dieser Regel liegt darin, daß selbst in der Kindheit und selbst dann, wenn eine erbliche Belastung mit Epilepsie vorliegt, die Ursache der Anfälle eine organische Hirnläsion sein kann, z B eine arteriovenöse Mißbildung oder eine perinatale Hirnschädigung. Epilepsie entsteht bekanntlich multifaktoriell. Wir haben es uns deshalb zur Regel gemacht, daß jeder epileptische Patient einmal in seinem Leben eine CT-Untersuchung mit Kontrastmittel erhalten soll. Die bildgebenden Verfahren sind besonders wichtig bei fokalen Anfällen, die nur zu 3 bis 5 % ohne organisches Substrat sind oder dann, wenn der Anfallstyp sich im Verlauf einer Epilepsie verändert.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  • Klaus Poeck
    • 1
  1. 1.Neurologischen KlinikRheinisch-Westfälische Technische Hochschule AachenAachenBundesrepublik Deutschland

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