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Beryllium pp 10-12 | Cite as

Wirkung auf Gewebe und Gewebsbestandteile

  • Georg Kimmerle
Part of the Handbuch der experimentellen Pharmakologie / Handbook of Experimental Pharmacology book series (HEP, volume 21)

Zusammenfassung

In Zellkulturen, die in der Flüssigkeit einen Be-Gehalt von 10−4 Mol hatten, zeigte Firket (1953), daß das Beryllium erst nach 48 Std in die Zellen eindrang. Beryllium dringt also langsam in lebende Zellen ein und häuft sich hauptsächlich in den Kernstrukturen an (hohe alkalische Phosphatase-Aktivität). Da die alkalische Phosphatase für das Wachstum des Zellkernes unentbehrlich ist, wird bei ihrer Aktivitätshemmung auch die Mitose gestört. Beryllium-Konzentrationen von 10−3–10−4 Mol störten die Mitosen von Fibroblasten und Myoblastenkulturen, wobei die Hemmung im Metaphasenstadium eintrat. (Chevremont und Firket, 1951; 1952 a, b; Firket und Chevremont, 1952 a, b; Chevremont 1953). Es fanden sich also mehr Meta- als Prophasen, bei Anwesenheit von Mg2+ war dieses umgekehrt. Waren aber beide Ionen vorhanden, so traten beide Stadien vermehrt auf. Be2+ sammelte sich in den Gebieten der alkalischen Phosphatase an. Die alkalische Phosphatase-Aktivität wurde durch 0,00033 Mol Be2+ sowohl im Ruhekern als auch in den Chromosomen gehemmt, teilweise schon durch 0,0001 Mol Be2+ (Chevremont und Firket, 1951). Die Feulgen-Reaktion für Desoxyrubonucleinsäure war im Kern von ruhenden Zellen bei Be2+-Konzentrationen von 10−3 Mol bedeutend verringert. Diese Nucleinsäure wird also anscheinend nicht mehr synthetisiert und dadurch wird die Mitose gehemmt. Auf die Ribonucleinsäure hatte Be2+ keinen Einfluß.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1966

Authors and Affiliations

  • Georg Kimmerle
    • 1
  1. 1.Farbenfabriken Bayer AG.56 Wuppertal-ElberfeldDeutschland

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