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Beryllium pp 47-50 | Cite as

Gegengiftwirkungen

  • Georg Kimmerle
Part of the Handbuch der experimentellen Pharmakologie / Handbook of Experimental Pharmacology book series (HEP, volume 21)

Zusammenfassung

Be-Salze bilden mit Aurintricarbonsäure (Aluminon ist das Ammoniumsalz, Schulz-Nr. 557) einen Farblack. Da Aurintricarbonsäure relativ ungiftig ist, untersuchten White, Finkel und Schubert (1951) bei mit BeSO4 vergifteten Ratten und Mäusen die Antidotwirkung dieses Farbstoffes. Sie fanden, daß bei diesen Tieren das Überleben nach einer DL95-Dosis von BeSO4 (0,7 mg Be2+/kg erheblich vermehrt wurde. Dabei hatte Aurintricarbonsäure eine Gegengiftwirkung, wenn sie 1 Std vor bis zu 8 Std nach der Be2+-Gabe intravenös verabreicht wurde. Waren die Gewebe aber bereits durch das BeSO4 geschädigt, so war Aurintricarbonsäure wirkungslos. Das noch nicht in den Geweben gebundene Beryllium reagierte aber noch mit diesem Farbstoff. Aurintricarbonsäure selbst blieb im Gewebe von Nieren, Leber und Milz noch lange nachweisbar (Lindenbaum, Schubert, White, 1954). Um die DL95 von BeSO4 auf eine DL10 zu bringen, mußten 4 mg/kg Aurintricarbonsäure intravenös injiziert werden. Die intravenöse Verabreichung von unterschwelligen Aurintricarbonsäuredosen oder orale Gaben (0,5%ig im Trinkwasser) waren ohne Effekt.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1966

Authors and Affiliations

  • Georg Kimmerle
    • 1
  1. 1.Farbenfabriken Bayer AG.56 Wuppertal-ElberfeldDeutschland

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