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Die Linse (Lens cristallina)

  • W. Kolmer
  • H. Lauber
Part of the Handbuch der Mikroskopischen Anatomie des Menschen book series (MIKROSKOPISCHEN, volume 3 / 2)

Zusammenfassung

Die Linse (Lens cristallina) ist ein ähnlich einer optischen bikonvexen Linse gestalteter durchsichtiger Körper, dessen optische Achse sagittal gerichtet ist. Sie liegt hinter der Regenbogenhaut, zwischen dieser und dem Glaskörper und wird durch das Aufhängeband in ihrer Lage erhalten. Der Pupillenrand der Regenbogenhaut ruht ihrer Vorderfläche auf, so daß ihr mittlerer Teil mit der Regenbogenhaut die hintere Begrenzung der Vorderkammer bildet. Der periphere Teil der vorderen Linsenoberfläche entfernt sich zunehmend von der Hinterfläche der Regenbogenhaut und bildet einen wichtigen Teil der Begrenzung der hinteren Kammer. Die hintere Oberfläche der Linse liegt in einer Vertiefung der vorderen Oberfläche des Glaskörpers, der sog. Fossa patellaris. Die Achse der Linse durchstößt ihre vordere und rückwärtige Fläche in den beiden Polen, dem vorderen und hinteren. Die beiden Flächen der Linse gehen abgerundet ineinander über. Diese Stelle, die als Äquator bezeichnet wird, weist senkrecht zu ihr verlaufende Riefen auf, zwischen denen wulstartige Vorwölbungen liegen. Diese sind wohl durch den Zug der Fasern des Strahlenbändchens bedingt und als Ausdruck der Plastizität der Linse anzusehen, die besonders in der Äquatorgegend ausgesprochen ist. Topolanski (1892), C. Rabl (1900) und nach ihnen andere Forscher sind der Ansicht, daß die Zahl der Wülste oder Leisten der der gegenüberliegenden Ciliartäler entspricht, in jedem von denen ein Bündel Fasern des Strahlenbändchens verläuft.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1936

Authors and Affiliations

  • W. Kolmer
    • 1
  • H. Lauber
    • 2
  1. 1.WienÖsterreich
  2. 2.WarschauPolen

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