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Die Regenbogenhaut (Iris)

  • W. Kolmer
  • H. Lauber
Part of the Handbuch der Mikroskopischen Anatomie des Menschen book series (MIKROSKOPISCHEN, volume 3 / 2)

Zusammenfassung

Die Regenbogenhaut oder Iris ist derjenige Teil der mittleren Augenhaut, der sich von der Wand des Augapfels abhebt und frei gegen den Innenraum des Auges ausbreitet. Sie ist gleichzeitig derjenige Teil, der durch die Hornhaut hindurch sichtbar ist und dessen Pigmentgehalt sowie der Stromaaufbau die individuelle Augenfarbe bestimmt. Die Regenbogenhaut ist eine dünne Membran, die als optische Blende dient und imstande ist, den Lichteinfall in das Augeninnere innerhalb gewisser Grenzen zu regulieren. Zu diesem Zweck ist sie in hohem Grade lichtundurchlässig und mit einer zentralen und in ihrer Weite regulierbaren Öffnung, der Pupille oder dem Sehloch versehen. Ihr peripherer Rand (Margo ciliaris) steht in Verbindung mit dem Strahlenkörper an dessen vorderem Umfange, in der Nähe seiner festesten Anheftung an die Lederhaut. Er steht auch mit dem Balkenwerk der Kammerbucht und daher mittelbar mit der Hornhaut in Zusammenhang. Der freie Rand der Pupille liegt auf der vorderen Linsenoberfläche und trennt dadurch die vordere von der hinteren Kammer, die durch die Pupille miteinander in Verbindung stehen. Da der vordere Linsenpol merklich vor dem vorderen Rande des Strahlenkörpers liegt, breitet sich die Regenbogenhaut nicht in einer Ebene aus, sondern bildet einen flachen, nach vorne abgestutzten Kegel.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1936

Authors and Affiliations

  • W. Kolmer
    • 1
  • H. Lauber
    • 2
  1. 1.WienÖsterreich
  2. 2.WarschauPolen

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