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Die Lederhaut (Sklera)

  • W. Kolmer
  • H. Lauber
Part of the Handbuch der Mikroskopischen Anatomie des Menschen book series (MIKROSKOPISCHEN, volume 3 / 2)

Zusammenfassung

Die Lederhaut (Sklera, Tunica albuginea oculi, weiße Augenhaut, Sehnenhaut des Auges) bildet den größten Teil der äußeren Augenhaut, ungefähr 5/6 derselben. Vorne geht sie unmittelbar in die durchsichtige Hornhaut über, wobei eine Rinne, der Sulcus sclerae externus, die stärker gekrümmte Hornhaut von der Lederhaut abgrenzt. Die Grenze ist jedoch keine absolut scharfe, da die Lederhaut mit ihren vorderen Schichten über den Rand der Hornhaut hinübergreift, so daß die Hornhaut-Lederhautgrenze schräg von vorne axial nach hinten peripherwärts verläuft. Über die genaueren Verhältnisse der Hornhaut-Lederhautgrenze s. S. 11. In der Nähe des hinteren Augenpoles, 3 bis 4 mm nasal davon, geht die Lederhaut in die Scheiden des Sehnerven über, wobei in der Lederhaut für den Durchtritt der Sehnervenfasern ein Kanal besteht. Die innere Öffnung dieses Kanales (Foramen opticum sclerae) besitzt einen Durchmesser von 1,5 mm, die äußere ist größer, so daß der Kanal eine kegelförmige Gestalt besitzt. Die inneren Schichten der Lederhaut bilden in dem Kanal ein Maschenwerk, die Lamina cribrosa sclerae, so daß strenggenommen hier nur eine starke Verdünnung der Lederhaut besteht.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1936

Authors and Affiliations

  • W. Kolmer
    • 1
  • H. Lauber
    • 2
  1. 1.WienÖsterreich
  2. 2.WarschauPolen

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