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Das Ciliarganglion

  • W. Kolmer
  • H. Lauber
Part of the Handbuch der Mikroskopischen Anatomie des Menschen book series (MIKROSKOPISCHEN, volume 3 / 2)

Zusammenfassung

In der Tiefe der Augenhöhle, zwischen dem Sehnerven und dem äußeren, geraden Augenmuskel liegt als blaßrötliches Knötchen von derber Konsistenz das Ciliarganglion. Es ist seitlich zusammengedrüückt, so daß die beiden breitesten Seiten dem Sehnerven und dem Muskel zugekehrt sind. Seine Länge beträgt etwa 2 mm. Es liegt 15–18 mm hinter dem Augapfel. Nur eine geringe Menge Fett trennt es von der äußeren Fläche des Sehnerven und eine ebensolche vom Muskel. Das Ganglion entsteht an der Stelle des Zusammenschlusses dreier Wurzeln, der langen, der kurzen und der sympathischen. Die lange Wurzel (Radix longa) ist ein ungefähr 1 cm langer Ast des Nervus nasociliaris, der sich vom Stamme dieses Nerven entweder vor oder bei dessen Eintritt in die Augenhöhle abzweigt. Er liegt lateral vom Sehnerven und der Arteria ophthalmica, zieht nach vorn und dringt in die hintere obere Ecke des Ganglion ciliare ein. Die zweite, kurze Wurzel (Radix brevis sive motoria) zweigt von dem für den unteren, schrägen Augenmuskel bestimmten Ast des Nervus oculomotorius ab. Diese kurze Wurzel ist nur 1–2 mm lang und tritt in die untere hintere Ecke des Ganglion ciliare ein. Die dritte, sympathische Wurzel (Radix sympathica ganglii ciliaris) stammt aus dem sympathischen Nervengeflecht, welches die Carotis interna umspinnt, und löst sich aus diesem Geflecht an der Stelle ab, wo die Arterie ihre letzte Krümmung macht, die mit ihrer Konvexität nach vorn gerichtet ist.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1936

Authors and Affiliations

  • W. Kolmer
    • 1
  • H. Lauber
    • 2
  1. 1.WienÖsterreich
  2. 2.WarschauPolen

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