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Wicklungen und Spannungserzeugung

  • F. Heiles

Zusammenfassung

Nach dem Induktionsgesetz ist der Betrag der in einer Windung induzierten Spannung (EMK) gleich der zeitlichen Anderung des die Windung durchsetzenden magnetischen Flusses. Es ist aber auch die Vorstellung erlaubt, daß in einem Leiter eine Spannung entsteht, wenn zwischen ihm und dem Magnetfeld eine Bewegung stattfindet. Maßgebend für den zeitlichen Verlauf der Spannung ist u. a. der örtliche Verlauf der magnetischen Dichte oder Induktion B im Luftspalt der Maschine (Feldkurve). Diese hat einen zwischen positiven und negativen Werten wechselnden wellenförmigen Verlauf, der sich mit jeder Polpaarteilung (2τ) wiederholt. Die günstigste Form der Feldverteilung für Wechselstrommaschinen ist die Sinusform (Abb. 32). In Wirklichkeit weicht die Feldkurve fast stets von der Sinusform ab; sie enthält außer der Grundwelle, die der reinen Sinusform entspricht, noch Oberwellen. Demgemäß enthalten auch die erzeugten Spannungen außer der Grundwelle in der Regel noch Oberwellen, die unerwünscht sind und durch besondere Maßnahmen klein gehalten werden. Bei vielen Wicklungen treten praktisch nur Oberwellen ungerader Ordnungszahlen in Erscheinung. Ihnen kommt auch dann noch die gröere Bedeutung zu, wenn darüber hinaus noch Oberwellen gerader und gebrochener Ordnungszahlen auftreten, wie es bei Bruchlochwicklungen im allgemeinen der Fall ist. Wir beschränken uns daher auf die Betrachtung der Oberwellen ungerader Ordnungszahlen.
Abb.32

Polpaarteilung mit sinusförmiger Feldkurve und Durchmesserspule im Schnitt.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1953

Authors and Affiliations

  • F. Heiles
    • 1
  1. 1.AachenDeutschland

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