Einleitung

  • M. Schlepper
Conference paper

Zusammenfassung

Das vorliegende Buch richtet sich in erster Linie an alle Ärzte, denen Patienten, die unter Vorhofflimmern und Vorhofflattern leiden, anvertraut sind. Diese Rhythmusstörungen sind neben den Extrasystolen die häufigsten Rhythmusstörungen, die Patienten in jedem Lebensalter betreffen können. In der Mehrzahl der Fälle liegt eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zugrunde, jedoch ist in ca. 30% eine solche nicht nachweisbar (sog. idiopathisches Vorhofflimmern). In der Bevölkerung wurde ein Vorkommen von Vorhofflimmern von 5% bei Menschen über 60 Jahren festgestellt, und nach der Framingham-Studie hat die Zahl der Patienten, vorwiegend bei Männern, die an diesen Rhythmus Störungen erkrankt sind, von 1950 bis 1980 zugenommen. Nach statistischen Angaben sollen Schlaganfälle, Herzinsuffizienz, rheumatoide Herzerkrankung und Hypertension die besten Vorhersagewerte für das Auftreten von Vorhofflimmern bei Männern bilden, während bei Frauen eine Herzinsuffizienz und eine rheumatische Herzerkrankung diesen Platz einnehmen. Beim Schlaganfall und bei der Herzinsuffizienz ist aber fraglich, ob dieses Krankheitsbild Ursache oder Folge der atrialen Rhythmusstörung ist. Schlaganfälle sind nämlich die häufigste Todesursache und treten auch beim idiopathischen Vorhofflimmern bei Patienten über 60 Jahre auf, und ein unbehandeltes Vorhofflimmern mit schneller absoluter Arrhythmie führt zu Herzinsuffizienz.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2000

Authors and Affiliations

  • M. Schlepper

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