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Druckstoß und Wasserschlag beim Abschluß von Hauswasserleitungen

  • W. Gandenberger
Chapter
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Part of the Veröffentlichungen zur Erforschung der Druckstoßprobleme in Wasserkraftanlagen und Rohrleitungen book series (DRUCKSTOSS, volume 2)

Zusammenfassung

In Hauswasserleitungen und in oberirdisch frei verlegten Leitungen kleinerer Abmessungen, wie sie zu Garten-, Feld-, Weinberg- und Wiesenbewässerungen meist verwendet werden, treten bei deren raschem Abschluß häufig Druckstöße auf, die mit starker Geräuschbildung verbunden sind. Sie sind in Wohnhäusern, hier besonders beim Abschluß von Abortspülhahnen, sehr lästig. Die Leitungen selbst und die an sie angeschlossenen Geräte werden durch sie stark gefährdet. Das Geräusch entsteht durch den Wiederaufschluß der am Abschlußhahnen abgerissenen Wassersäule. Das Abreißen ist eine Folge des auf den Druckstoß folgenden starken Unterdruckes am geschlossenen Hahnen. Es kann mehrmals hintereinander in Abständen von 2 Tr Sekunden erfolgen, wobei Tr die Reflexionszeit der Leitung bedeutet. Da es sich hier meist um kurze Leitungen von 10 bis 100 m Länge handelt, beträgt diese Zeit etwa 0,02 bis 0,2 Sekunden. Das Schlagen wirkt sich als ratterndes Geräusch mit starken Erschütterungen der lose verlegten Leitung aus. Abb. 1 zeigt diesen Vorgang bei einer längeren Leitung mit großem Druckverlust und kleiner Durchflußgeschwindigkeit. Der größte Druckstoß erfolgt beim Abschluß des Hahnens (Punkt 1), dann folgt der Druckabfall mit Abreißen der Wassersäule am Hahnen (Punkt 2). Bei Punkt 3 trifft die zurückfließende Wassersäule auf den Hahnen und verursacht den Wasserschlag. Das Spiel wiederholt sich so lange, bis die Amplitude der Schwingung so stark abgeklungen ist, daß kein Abreißen mehr erfolgen kann. Auf Abb. 2 ist dieser Vorgang bei einer kurzen Leitung mit kleinem Druckverlust und großer Durchflußgeschwindigkeit gezeigt. Das Abreißen und der Wasserschlag wiederholen sich hier zehnmal.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1956

Authors and Affiliations

  • W. Gandenberger
    • 1
  1. 1.StuttgartDeutschland

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