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Zur Gestaltung der Kostenrechnung für die Logistik

  • Jürgen Weber
Part of the Beiträge zur Unternehmensplanung book series (UNTERNEHMEN)

Zusammenfassung

Kosteninformationen für die Logistik zu generieren, ist ein Thema, mit dem sich die betriebswirtschaftliche Theorie erst seit etwa 15 Jahren intensiver beschäftigt. Auf diesem Feld hat auch Jürgen Bloech maßgeblich gewirkt. Nachdem die kostenrechnerische Grundlagenarbeit — z.T. unter dem Begriff der Prozeßkostenrechnung — geleistet ist und man auf eine größere Zahl von Unternehmen trifft, die zumindest Teile der Ideen umgesetzt haben, scheint es an der Zeit, die Frage nach der optimalen Gestaltung der Logistikkostenrechnung zu stellen.

Hierzu werden im folgenden Beitrag zunächst mögliche Einflußgrößen dieser Konfigurationsaufgabe diskutiert. Anders als dies aus kontingenztheoretischen Arbeiten gewohnt ist, fallen diese Einflußgrößen sehr grundlegend bzw. abstrakt aus. Es geht um Formen des Lernens, die Art des zu erlangenden Wissens sowie — in zwei Merkmalen — um die Philosophie der „Unternehmenskostenrechnung“ (als zentralem Bestandteil des gewohnten innerbetrieblichen Rechnungswesens). Anschließend werden — um zu ansatzweise konkreten Aussagen zu kommen — zwei Gestaltungsmuster diskutiert, die die Spannweite des Konfigurationsproblems aufdecken sollen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1998

Authors and Affiliations

  • Jürgen Weber
    • 1
  1. 1.Logistik Wissenschaftliche Hochschule für Unternehmensführung (WHU Koblenz)VallendarDeutschland

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