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Tellur pp 1-363 | Cite as

Tellur

  • Erich Pietsch
Part of the Gmelin Handbook of Inorganic and Organometallic Chemistry - 8th edition book series (GMELIN, volume T-e / 0)

Zusammenfassung

Das Tellur wurde entdeckt in gewissen siebenbürgischen Erzen, die wegen ihres Goldgehaltes seit langer Zeit gefördert wurden. Die Verarbeitung dieser Erze, zu denen das gediegene Tellur von Faczebajal) gehört, führte jedoch zunächst nicht zur Entdeckung des Te, obwohl ihr Gehalt an diesem Element sehr bedeutend ist. v. Born (Abh. Privatges. Böhmen [v. Born] 5 [1782] 383) berichtet, der bei der K. K. Bergakademie zu Schemnitz in Niederungarn (heute Slowakei) angestellte Professor und Bergrat v. Ruprecht habe entdeckt, daß diejenige Erzart, welche unter dem Namen Faczebajer weißes blättriges Golderz oder antimonalischer Goldkies in verschiedenen Sammlungen aufbewahrt wird und vormals auch als Erz zur Schmelzhütte geliefert wurde, natürlicher Spiesglaskönig (gediegenes Antimon) sei. „Itzt kämmt er nicht mehr, als nur etwann ih Spiirungen vor.“ Ferner teilt v. Born (1. c.) mit, daß der siebenbürgische Thesauroriatsrat Müller ebenfalls verschiedene Versa. in dem Vaterlande dieses Minerals selbst angestellt hat. Als Ergebnis einer vorläufigen Unters. glaubt F. J. Müller [v. Reichenstein] (Phys. Arb. einträcht. Freunde Wien 1 I [1783] 57) feststellen zu können, daß dieser „vermeinte gediegene Spiesglaskönig“ tatsächlich „geschwefelter Wismut“, jedenfalls aber nicht Antimon sei. Demgegenüber hält v. Ruprecht (Phys. Arb. eintrtieht. Freunde Wien 1 I [1783] 60) seine Ansicht zunächst aufrecht, schließt sich dann jedoch der Auffassung an, daß es sich um ein in der Hauptsache aus Wismut bestehendes Mineral handle, v. Ruprecht (Phys. Arb. einträcht. Freunde Wien 1 I [1783] 70).

Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1969

Authors and Affiliations

  • Erich Pietsch

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