Advertisement

Ausführung einzelner Stanzwerkzeuge

  • Gerhard Oehler

Zusammenfassung

Beim Biegen sehr kleiner, gleichschenkliger Winkel bis zu etwa 25 mm Schenkellänge und 20 mm Breite wird der Winkelstempel als unteres Ende des Einspannzapfens ausgebildet. Der Stempel besteht dann aus einem einzigen Stück. Bei nur wenig größeren, gleichschenkligen Winkelstempeln bis zu etwa 60 mm Schenkellänge und 40 mm Breite wird der Stempelaufnahmezapfen aus dem Material herausgedreht, und erst bei noch größeren zu biegenden Winkeln wird das Biegeoberteil aus Einspannzapfen und Stempel mehrteilig ausgeführt. Das Unterteil des Werkzeuges, welches in der Regel auf einer größeren Grundplatte aufgeschraubt ist, ist mit Anschlägen zur Einlage des Werkstückes versehen. Diese Anschläge bestehen entweder aus eingeschlagenen Stiften oder aus entsprechend ausgeschnittenen Blechen, die auf das Unterteil aufgeschraubt werden. In den Fällen, wo ein Schnittwerkzeug für das zu biegende Teil bereits angefertigt ist, kann mit diesem Schnitt selbst die Einlegeschablone hergestellt werden, was insbesondere für unregelmäßige Werkstücke eine beträchtliche Ersparnis bedeutet. Werden jedoch dünne Bleche bis zu 0,5 mm Stärke gebogen, so ist bei einer entsprechend schwach bemessenen Schnittplatte das Ausstanzen der Einlage nicht mehr möglich, denn dieselbe muß etwa 3 mm dick sein. Der Schnitt würde dabei zersprengt. Auch ist es zu empfehlen, daß unregelmäßige Werkstücke in der Einlage nicht an allen Stellen, sondern nur an verschiedenen Punkten gefaßt werden, alles übrige liegt frei.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 1.
    Dieses Werkzeug zu USA-Patent 2 740 455 v. 3. 4. 56 ist in Werkst. u. Betr. 90 (1957), H. 4, S. 257, zu DP 1 036 605 in Werkst. u. Betr. 92 (1959), H. 11, S. 843 beschrieben.Google Scholar
  2. 2.
    Siehe G. Oehler: Das Blech und seine Prüfung (Berlin Göttingen/ Heidelberg: Springer 1953), das als Ergänzungswerk zu diesem Buch gedacht ist. Darin werden die Biegeprüfverfahren auf S. 167–179 behandelt.Google Scholar
  3. 1.
    Eine andere Universal-Biegestanze für U-Biegeformen beschreibt Pehlgrimm, K.: Erhöhung der Wirtschaftlichkeit von Stanzwerkzeugen. ZwF 56 (1961), H. 4, S. 143, Bild 1.Google Scholar
  4. 15.
    Oehler/Kaiser, Schnitt-, Stanz-und Ziehwerkzeuge, 5. Aufl.Google Scholar
  5. 1.
    Ein solches Biegegesenk mit Rollenauflage beschreibt R. Wagner: Cold forming of channels on a vertical Hydraulic Press. Machinery, London, 84 (1954), Nr. 2146, S. 12.Google Scholar
  6. 1.
    Cory, C. R.: Progressive piercing, punching and forming dies. Machinery, London, 74, 25. August 1949, S. 258, Fig. 5.Google Scholar
  7. 2.
    Strasser, F.: Schnitte und Stanzen in Sonderausführung. Ind. Anz. 77 (1955), Nr. 21, S. 296.Google Scholar
  8. 3.
    Strasser, F.: Ein Biegewerkzeug für eine geschlossene Rechteckform, jedoch mit Schließfuge in der Ecke. Werkst. u. Betr. 89 (1956), H. 9, S. 536.Google Scholar
  9. 1.
    Unter AWF 5321 ist ein ähnliches Werkzeug angegeben. Ein weiteres mit seitlichen Werkstückauswurf beschreibt Venninger in Z. Blech 12 (1965), Nr. 7, S. 367 /368.Google Scholar
  10. 2.
    Die Berechnung der Druckfeder für den im Tisch eingebauten Federapparat findet sich im Beispiel 56 auf S. 572 dieses Buches.Google Scholar
  11. 1.
    Ein Werkzeug für ein mehrfach nach innen gekröpftes und sowohl in der Bodenmitte als auch an den Schenkeln gelochtes Biegeteil aus 1 mm dickem Blech beschreibt ausführlich W.M. Halliday, Combination die for the simultaneous production of sharp bends and pierced holes. Sheet metal Ind. 32 (1955), Nr. 338, S. 453–457.Google Scholar
  12. 2.
    Cope, S. R.: Three kinds of burrs require different dies. Am. Machinist 98 (1954), Nr. 26, S. 166–169.Google Scholar
  13. 2.
    Untersuchungen am Inst. Prof. Dr.-Ing. Kienzle, T. H. Hannover. Mitt. Forsch. Blechverarb. 1952, Nr. 13, 1953, Nr. 19, 1954, Nr. 1, 4, 6 und Nr. 150 Forsch. d. Wirtschafts-u.Verkehrsmin. Nordrhein-Westfalen. Siehe auch R. Wilken: Das Biegen von Innenborden mit Stempeln. Werkstattst. u. Maschb. 48 (1958), H. 8, S. 413–420. Oehler, G.: Blechdurchzüge. Mitt. Forsch. Blechverarb. (1963), Nr. 18/19, S. 259 bis 275. — VDI-Richtlinie 3359.Google Scholar
  14. 1.
    Schotte, A.: Stanch-und Streckwerkzeuge in der Feinblech verarbeitenden Industrie. Ind. Anz. 77 (1955), 32, S. 439–442. — Draeger, E.: Spanlose Formarbeiten mit Hand-und Kraftformen. Blech 7 (1960), Nr. 9, S. 569–579.Google Scholar
  15. 1.
    Auf Grund von Erfahrungswerten der Fa. Schuler A.G. Göppingen zusammengestellt.Google Scholar
  16. 2.
    Scheven, E.: Prägen von Bestecken und ähnlichen Werkstücken. Z. Metallkunde 50 (1959), H. 3, S. 106–112.Google Scholar
  17. 3.
    Ein ähnliches Werkzeug wird von Cope in „Solve Special-shell Problems with Proved Die Design Methods“ (Die Lösung von Sonder-Tiefzieh-Problemen nach bewährten Werkzeugkonstruktionen) American Machinist 99 (1955), Nr. 8, S. 110 bis 113 beschrieben.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1966

Authors and Affiliations

  • Gerhard Oehler
    • 1
  1. 1.Technischen Hochschule HannoverHannoverDeutschland

Personalised recommendations