Deutung der Ergebnisse und erdmagnetische Tiefensondierung

  • Rudolf Jaeschke
Part of the Mitteilungen aus dem Max-Planck-Institut für Aeronomie book series (AERONOMIE, volume 12)

Zusammenfassung

Alle Deutungsversuche der vorliegenden Ergebnisse werden zunächst durch die geringe Anzahl der Registrierstationen erschwert und eingeschränkt. Es liegen nur Messungen an wenigen Orten vor, aber selbst an diesen verhältnismäßig eng benachbarten Stationen treten größere Unterschiede in den Registrierungen erdmagnetischer Pulsationen auf, so daß das Bild schon auf kleinem Raum ziemlich verwickelt wird und sich wahrscheinlich nicht durch einfache Modelle erklären läßt. Hinzu kommt, daß selbst diese einfachen Modelle zum Teil fehlen, da die theoretische Behandlung der erdmagnetischen Tiefensondierung noch nicht abgeschlossen ist. Vollständig gelöst ist das Problem der elektromagnetischen Induktion nur für den homogenen Halbraum [18, 31], sowie für geometrisch einfache leitfähige Körper. Für eine Kugel (LIPPMANN [17], WAIT [32], WARD [33]) und einen Zylinder (KERTZ [13]) im homogenen äußeren Feld ist das induzierte Feld nach Betrag, Phase und Gestalt ausführlich berechnet worden. Für die praktische Anwendung ergibt sich die Schwierigkeit, daß nur ein integraler Effekt beobachtet wird und nachträglich innerer und äußerer Anteil getrennt werden müssen. Außerdem kann man den Einfluß verschiedener Störkörper nicht additiv zusammensetzen. Fast alle bisher beschriebenen und angewandten Verfahren zur erdmagnetischen Tiefensondierung benutzen die magneto-tellurische Methode [4]. Dabei werden aus den beobachteten Verhältnissen von E zu H Aussagen über die Leitfähigkeit des Untergrundes gewonnen. Eine ähnliche Anleitung für die Auswertung von Messungen unter alleiniger Benutzung der drei magnetischen Komponenten liegt bisher nicht vor. Vor allem fehlen Rechnungen über die Frequenzabhängigkeit der einzelnen Komponenten bei horizontalen Leitfähigkeitsunterschieden, obwohl gerade die Frequenzabhängigkeit Aussagen über die Tiefenlage von Anomalien ergeben sollte. Erste Arbeiten in dieser Richtung benutzen ebenfalls das Verhältnis E : H [7, 21].

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1963

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  • Rudolf Jaeschke

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