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Dimensionen der Organisationsgestaltung

  • Jochen Braun

Zusammenfassung

Ziel der Ausführungen in diesem Abschnitt ist es, dem Leser die Vielschichtigkeit der Gestaltungsaufgabe im Hinblick auf eine organisatorische Erneuerung des Unternehmens zu vermitteln. Diese wird schnell deutlich, wenn man nur versucht, sich auf die grundlegenden Aspekte der Aufbau- und Ablauforganisation zu konzentrieren und in ihrer Ganzheit zu betrachten. Hinsichtlich der Festlegung dieses organisatorischen Rahmens muß unter Berücksichtigung der primären betrieblichen Aufgabe eines Produktionsbetriebes, nämlich der Herstellung eines am Markt absetzbaren Produktes, die Strukturierung der Gesamtaufgabe in die zu ihrer Ausführung zu bewältigenden Arbeitsaufgaben als grundlegender Ansatzpunkt gelten. Erst dann kann die Zusammenfassung der durch die definierten Arbeitsaufgaben festgelegten Arbeitsinhalte in Verantwortungsbereiche erfolgen, die in Form der Aufbauorganisation abgebildet und durch die Festlegung der zur Aufgabenausführung notwendigen ablauforganisatorischen Regelungen miteinander verknüpft werden. Daß dabei auch gesetzliche Bestimmungen, gesellschaftliche Belange oder ökologische Aspekte Berücksichtigung finden müssen, verdeutlicht die Komplexität der Gestaltungsaufgabe. Da die strukturierten Arbeitsinhalte aber keineswegs als fix zu betrachten sind, sondern vielmehr dynamischen Veränderungen unterliegen, rückt die Frage der Herstellung und Erhaltung von Kompetenz zur Ausführung von Arbeitsinhalten als weitere Gestaltungsdimension in den Vordergrund. Letztendlich mündet der Gestaltungsprozeß in eine räumliche Dimension, die für die Abwicklung der Betriebsaufgabe mit Hilfe der Aufbau- und Ablauforganisation erforderlich ist.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1996

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  • Jochen Braun

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