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Melancholie pp 166-169 | Cite as

Nachwort

  • Hubert Tellenbach

Zusammenfassung

Der Wille, den unfaßlich scheinenden Äußerungsformen des Menschen in der Psychose in wissenschaftlichem Verständnis näher zu kommen, hat die heutige Psychiatrie in eine exzentrische Bewegung versetzt. In der Philosophie Ansätze zu einem Erfassen aus ursprünglicheren Voraussetzungen entdeckend, in den Einzelwissenschaften nach Wegen zu einem, wenn auch nur analogen, Erkennen suchend, begann die Psychiatrie, den Menschen auf den verschiedensten Ebenen seiner Gegebenheit aufzusuchen und die von dem jeweiligen Aspekt freigegebene Ausstrahlung seines Wesens phänomenologisch zu erfassen. So entstanden die Anfänge einer psychiatrischen Anthropologie als einer Lehre vom Wesen psychisch abnormen bzw. kranken Menschseins. Inzwischen sind diese Entwürfe schon zu jener Vielfalt gediehen, die v. Gebsattel zu der Feststellung veranlaßte, eine Wesenslehre vom Menschen sei heute dazu verurteilt, „Aspektlehre“ zu sein.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1961

Authors and Affiliations

  • Hubert Tellenbach
    • 1
  1. 1.Psychiatrischen und NeurologischenUniversitätsklinik HeidelbergDeutschland

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