Der Gasballast

  • K. Diels
  • R. Jaeckel

Zusammenfassung

Mit mechanischen Pumpen, die vom Ansaugdruck bis auf Atmo­sphärendruck komprimieren, kann kein reiner Wasserdampf gefördert werden, da die Arbeitstemperatur der Pumpen in den meisten Fällen unter 100° C liegt und der Wasserdampf daher bei der Kompression in der Pumpe kondensiert. Zur Verhinderung dieser störenden Konden­sation bzw. zur Beseitigung der dadurch bedingten Mängel sind verschiedene Metho­den, wie Zentrifugierung des Pumpenöls, Heizen der Pumpen, ständige Ölerneuerung u. a., vorgeschlagen worden. Am besten be­währt hat sich die von Gaede angegebene Methode des Gasballastes, die eine Konden­sation von Wasserdampf in den Pumpen voll­ständig vermeidet. Diese Methode besteht darin, daß in den Schöpfraum der Pumpe dauernd eine dosierte Menge Frischluft (der sogenannte Gasballast) eingelassen wird und dadurch ein Druck von 760 Torr erreicht wird, noch bevor der Wasserdampf auf den der Pumpentemperatur entsprechenden Sättigungsdruck komprimiert ist und damit zur Kondensation kommen kann. Dieser Frischlufteinlaß beginnt, unmittelbar nach­dem der Schöpfraum vom Ansaugstutzen abgetrennt ist, wodurch eine zu weitgehende Verschlechterung des Endvakuums vermieden wird. Zum Verständnis der Wirkungsweise des Gasballastes betrachten wir Abb. 4.2. Vergleichs­weise zeigt Abb. 4.3 den praktischen Kompressionsvorgang in einer Gas­ballastpumpe.
Abb.4.1

Dampfdruckkurve von Wasserdampf

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1958

Authors and Affiliations

  • K. Diels
    • 1
  • R. Jaeckel
    • 2
  1. 1.KölnDeutschland
  2. 2.BonnDeutschland

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