Advertisement

Bewegungstherapie mit älteren und alten Herzpatienten

  • Katharina Meyer

Zusammenfassung

Chronische körperliche Erkrankungen sind eine Gefahr für die seelische Gesundheit und Selbstständigkeit älterer und alter Menschen. Eine Herzerkrankung, die die Belastbarkeit einschränkt, die Leistungsfähigkeit mindert und die körperliche Sicherheit nimmt, lässt viele ältere Menschen im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr unter andere Menschen gehen oder gemeinsam Aktivitäten ausführen. Damit werden ihnen wichtige Quellen der Lebensfreude genommen. Es ist leicht zu verstehen, dass ein alter Mensch, der bis zur Erkrankung noch aktiv und lebensbejahend war, auf diese Weise ganz schnell in Niedergeschlagenheit, Hoffnungslosigkeit und Unselbstständigkeit abrutscht. Der Mensch lässt sich „hängen“, hat keine Lust mehr sich zu bewegen oder auf gesunde Ernährung zu achten, kurzum: überhaupt noch etwas für sich zu tun. Dies schlägt sich natürlich erneut negativ auf seinen körperlichen Zustand nieder; die Erkrankung und der Abbau gehen rasch weiter. Um diesen Teufelskreis gar nicht erst aufkommen zu lassen oder so früh wie möglich zu durchbrechen, ist nach der Herzerkrankung so bald wie möglich mit der körperlichen Mobilisierung zu beginnen und dies nach und nach in regelmäßige Bewegungstherapie in Gruppen übergehen zu lassen. Alte erkrankte Menschen haben vielfach den Beweis geliefert, dass durch regelmäßige körperliche Bewegung gemeinsam mit anderen die seelische Verfassung gar nicht erst in den Keller sackt, die Lebensbejahung erhalten bleibt und damit auch der Wunsch und der Wille so lang wie möglich selbstständig zu bleiben. Aber wer ist hier als älterer und alter Mensch angesprochen? Insbesondere diejenigen, die durch persönliche Erfahrungen das „Alterwerden“ erleben, z.B. durch das Gefüihl nach Berentung mehr und mehr isoliert zu sein, nicht mehr „dazuzugeh6ren“ oder körperlich drastisch abgebaut zu haben. Das geflügelte Wort, „man ist so alt, wie man sich fühlt“ lässt Sie vielleicht erkennen, ob Sie hier angesprochen sind.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2004

Authors and Affiliations

  • Katharina Meyer
    • 1
    • 2
  1. 1.Schweizerisches GesundheitsobservatoriumNeuchatelSchweiz
  2. 2.Medizinische FakultätUniversität BernBernSchweiz

Personalised recommendations