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Herz-Kreislaufuntersuchungen

  • Martin Kaltenbach

Zusammenfassung

Seit Einthoven wird die Ableitung von Stromkurven des Herzens von der Körperoberfläche durchgeführt und gehört bis heute zum diagnostischen Rüstzeug. Die von der Körperoberfläche abgeleiteten Potentialdifferenzen sind infolge Leitungsbehinderung, besonders durch die lufthaltigen Lungen, etwa hundertmal geringer als die Potentialdifferenzen im Herzmuskel selbst. Auch handelt es sich um eine Summation beziehungs-
Abb. 8

EKG-Bezeichnungen und Normalwerte

weise Differenz der in verschiedener Richtung ablaufenden Spannungsunterschiede (Summationsvektor). Schließlich muß bei der Bewertung des Oberflächen-EKGs bedacht werden, daß es sich um die elektrische Begleiterscheinung, nicht aber um den eigentlichen Kontraktionsablauf des Herzens handelt. Im Extremfall kann daher ein normales EKG abgeleitet werden, auch wenn das Herz mechanisch gar nicht mehr schlägt infolge „elektromechanischer Entkupplung“. Trotz dieser Einschränkungen ist die Elektrokardiographie auch heute eine wichtige diagnostische Maßnahme, die für die Erkennung von Herz-Kreislauferkrankungen nach Anamnese und körperlicher Untersuchung die größte Bedeutung besitzt. Dies trifft insbesondere für die Erkennung einer Mangeldurchblutung des Herzmuskels und deren Folgen zu (Abb. 9).

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1988

Authors and Affiliations

  • Martin Kaltenbach
    • 1
  1. 1.Zentrum Innere Medizin, Abteilung KardiologieKlinikum der Johann-Wolfgang Goethe-UniversitätFrankfurt 70Deutschland

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