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Geschichte des Archivs für Eisenbahnwesen

  • Karl Ottmann

Zusammenfassung

Das Archiv für Eisenbahnwesen datiert aus dem Jahre 1878. Dieses Jahr bezeichnete in der deutschen Wirtschaftsgeschichte einen Wendepunkt, in dem man vom Freihandel zur Schutzzollpolitik und im Zusammenhang damit zum Staats-bahnsystem überging. Das letztere galt vor allem für Preußen, wo sich bis dahin Privatbahnen und Staatsbahnen die Waage gehalten hatten, während in Süddeutschland das Staatsbahnsystem bereits vorherrschend war. Im Jahre 1878 hatte Preußen 6198 km Staatsbahnen, 3525 km Privatbahnen unter Staatsbahnverwaltung und 10333 km Privatbahnen. Hier sollte ein Wandel eintreten. Um die Verstaatlichungsaktion einzuleiten und durchzuführen, wurde im Jahre 1878 Albert Maybach zum Preußischen Handelsminister ernannt und im folgenden Jahre die Zustimmung des Preußischen Landtages zur Verstaatlichung der Eisenbahnen eingeholt. Von da ab stand das ganze Reich unter dem Einfluß einer Preußischen Eisenbahnpolitik, die sich auf ein mit jedem Jahre an Bedeutung zunehmendes Eisenbahnmonopol stützte, denn das preußische Schwergewicht mußte sich irgendwie auch auf die anderen Länderbahnen auswirken.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1957

Authors and Affiliations

  • Karl Ottmann
    • 1
  1. 1.Hauptschriftleiter des Archivs für EisenbahnwesenFrankfurt (Main)Deutschland

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