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Entzündlicher Pseudotumor der Orbita

  • Renate Unsöld
  • Gabriele Greeven

Zusammenfassung

Der Begriff des entzündlichen Pseudotumors der Orbita wurde von Birch-Hirschfeld (1905) für jene orbitalen Schwellungszustände geprägt, die sich entweder spontan zurückbildeten oder bei deren chirurgischer Exploration nur entzündliches Gewebe oder eine abnorme Weichteilmasse gefunden wurde, die histologisch auf eine unspezifische Entzündung hinwies. In der Folge und insbesondere in der Zeit vor der Entwicklung der bildgebenden Verfahren wurde die Bezeichnung für eine Vielzahl orbitaler Erkrankungen angewandt, die man heute als Krankheitsbild sui generis abtrennen kann, wie beispielsweise Fremdkörperreaktionen, Entzündungen in orbitalen Hämangiomen, Dermoidzysten etc. Eine wesentliche Eingrenzung des Begriffs erfolgte durch Blodi u. Gass (1968) und insbesondere durch Jakobiec u. Jones (1976), die den entzündlichen Pseudotumor als „unspezifische Entzündung orbitaler Gewebe ohne ersichtliche systemische oder lokale Ursache“ definierten. Allerdings muß man diese Definition in sofern etwas einschränken, als manche Formen des entzündlichen Pseudotumors, insbesondere Myositiden und Weichteiltumoren, sehr wohl im Zusammenhang mit entzündlichen Systemerkrankungen, z. B. Weichteiltumoren im Rahmen der Panarteritis nodosa und der Wegenerschen Granulomatose, Myositiden im Rahmen einer rheumatoiden Arthritis und im Rahmen paraneoplastischer Syndrome beobachtet werden.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1997

Authors and Affiliations

  • Renate Unsöld
    • 1
  • Gabriele Greeven
    • 2
  1. 1.Medizinische FakultätHeinrich-Heine-UniversitätDüsseldorfDeutschland
  2. 2.Institutes für Diagnostische RadiologieSt. Elisabeth-KrankenhausNeuwiedDeutschland

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