Klimaanlagen in Eisenbahn-Personenwagen

Part of the Handbuch der Kältetechnik book series (KÄLTETECHNIK, volume 12)

Zusammenfassung

Komfortklimaanlagen in Versammlungsräumen, in Theater- und Konzertsälen, Hotels und Gaststätten, Geschäfts- und Wohnräumen sind für das Wohlbefinden der Insassen in tropischen und subtropischen Ländern dringend erwünscht. Für Personenfahrzeuge, in denen sich die Sonneneinstrahlung noch stärker auswirkt als in Gebäuden, trifft dies erst recht zu, weil die ausgleichende Wirkung der Wärmespeicherung in der Gebäudemasse fehlt und weil der spezifische Luftraum in m3/Person so viel kleiner ist als in Gebäuden: Während für Gebäude ein spezifischer Luftraum von mindestens 3 m3/Person vorgeschrieben wird [1], ergibt sich für das Abteil 2. Klasse eines neuzeitlichen D-Zugwagens ein spezifischer Luftraum von nur rd. 1,3 m3/Person, also nur wenig mehr als 40% des für Gebäuderäume vorgeschriebenen Mindestwertes. Neben der ständigen Versorgung der Fahrgasträume mit einer ausreichenden Außenluftrate (m3/h je Person), der Filterung und zugfreien Zufuhr der Luft von passender Temperatur und Feuchtigkeit über den ganzen Jahreszeitbereich, sind die Sauberkeit im Wagen und die Geräuschisolierung der immer geschlossenen Fenster als bedeutende Vorteile der Klimaanlagen’ zu nennen. Bei der allgemeinen Neigung, den Komfort des täglichen Lebens zu erhöhen, mußten die Eisenbahnen sich der Klimatisierung ihrer Personenwagen zuwenden, wollten sie nicht ihre Konkurrenzfähigkeit zu anderen Verkehrsmitteln schwächen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1967

Authors and Affiliations

  • H. Baur
    • 1
  1. 1.MünchenGermany

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