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Silber pp 183-224 | Cite as

Kolloides Silber

  • Karl-Christian Buschbeck
Part of the Ag. Silber. Silver (System-Nr. 61) book series (GMELIN, volume A-g / A / 3)

Zusammenfassung

Beim Bestrahlen einer in H2O eintauchenden Ag-Platte mit UV- oder Röntgenlicht zeigt das By Irradiation Wasser im Ultramikroskop nach wenigen Minuten das Aussehen einer kolloiden Silberlösung. Bei Bestrahlung von Wasser, das vorher kurze Zeit im Dunkeln im Kontakt mit einer Ag-Platte stand, wird ebenfalls deutliche Kolloidbildung beobachtet, The Svedberg (Kolloid-Z. 6 [1910] 129/36, 130, 135). Hierbei wird Ag zuerst unter Bildung von AgOH gelöst und anschließend durch die Lichtwirkung reduziert. Der primäre Oxydationsvorgang wird durch Licht, besonders UV-Strahlung, stark beschleunigt, wodurch die rasche Bildung des Sols erklärt wird, H. Nordenson (Kolloidchem. Beih. 7 [1915] 91/109). Die durch Bestrahlung erhaltenen Kolloide sind im Ultramikroskop den Reduktionskolloiden ähnlich und zeigen beim Eintrocknen deutlich metallischen Charakter. Bei Bestrahlung einer von 3%igem H2O2 umgebenen Ag-Platte mit Quarzlicht bildet sich ein undurchsichtiges braunes Kolloid, H. Nordenson (Kolloidchem. Beih. 7 [1915] 110/36, 124, 129). Zur Erklärung der Solbildung bei Verwendung von H2O als Dispersionsmittel wird die Entstehung von H2O2 durch die Wirkung von UV-Licht als wesentlich angesehen. Außerdem wird ein Vorgang diskutiert, bei welchem Ag+-Ionen an H2O abgegeben und durch Elektronen neutralisiert werden, die durch UV-Licht aus der negativ geladenen Ag-Platte freigesetzt werden, Kimura (Mem. Coll. Sci. Eng. Imp. Univ. Kyoto 5 [1913] 211) nach H. Nordenson (Koioidchem. Beih. 7 [1915] 110/36, 133).

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1971

Authors and Affiliations

  • Karl-Christian Buschbeck

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