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Chlor pp 1-442 | Cite as

Chlor

  • Heinrich Böttger
  • R. J. Meyer
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Part of the Cl. Chlor. Chlorine (System-Nr. 6) book series (GMELIN, volume C-l / 0)

Zusammenfassung

Basilius Valentinus, angeblich Benediktinermönch, der letzte unter den nennenswerten Alchimisten, der in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts lebte, stellte zuerst, und zwar durch Erhitzen von NaCl mit Eisenvitriol, HC1 dar, Kopp (Geschichte der Chemie, Braunschweig 1843, Bd. 1, S. 78, 129). Später wurden, wie Glauber († 1668) angibt, andere Stoffe (Alaun, Ton) an Stelle des Eisenvitriols angewendet. Glauber selbst erhielt eine starke Salzsäure durch Erhitzen des mit Sand vermengten, feuchten ZnC12, sowie durch Einw. von Vitriolöl auf NaCl. Nach ihm hieß die Säure lange Zeit spiritus salis Glauberianus, Kopp (1. c., Bd. 3, S. 347). Lavoisier nannte die Salzsäure acide muriatique (muriatische Säure), weil er gemäß seiner Ansicht, alle Säuren seien sauerstoffhaltig, Salzsäure als die O-Verb. eines unbekannten Stoffes ansah, dem er nach dem lateinischen Wort muria (= Salzlake, die zum Aufbewahren von Seefischen dient) den Namen base muriatique, radical muriatique, gab, Lavoisier (Traité élémentaire de chimie, Paris 1789 in: Oeuvres de Lavoisier, Paris 1864, Bd. 1,S. 6,). Lavoisier beseitigte mit dem neuen Namen der Säure gleichzeitig die bis dahin vielfach übliche, an sich absurde Bezeichnung acide marin, die durch ungenaue Übersetzung des Wortes Meersalzsäure entstanden war.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1963

Authors and Affiliations

  • Heinrich Böttger
  • R. J. Meyer

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