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Die Rolle des autonomen Nervensystems bei der Auslösung und Beendigung von Reentry-AV-Tachykardien

  • E. Rowland
Conference paper

Zusammenfassung

Man kann die kardiovaskulären Reflexe, die unter der Kontrolle des autonomen Nervensystems stehen, aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Eine Aufgabe scheint in der Sicherung eines optimalen, ökonomischen Gebrauchs des kardiovaskulären Systems im Ruhezustand zu liegen, das jedoch bei Bedarf eine maximale Leistung bereitstellt. Es gibt Situationen, in denen die Belastung des Systems weder erwünscht noch erforderlich ist, die Reflexe aber funktionieren müssen, um die Lebensfähigkeit des Systems zu erhalten [1]. Bei Reentry-AV-Tachykardien können die Beschwerden gering sein wenn die Frequenz niedrig ist, aber ausgeprägt, wenn die Frequenz stark ansteigt [2]. Die plötzliche Beschleunigung der Frequenz senkt den Blutdruck, und dann wiederum sorgt neben anderen Faktoren das Gleichgewicht des autonomen Nervensystems für die Aufrechterhaltung des Kreislaufs [3, 4]. Die Komponenten des Erregungskreises einer Reentry-AV-Tachykardie enthalten Leitungsgewebe, das durch das autonome Nervensystem innerviert ist und seinerseits wiederum durch das wechselnde autonome Gleichgewicht beeinflußt wird. Schließlich ist der AV-Knoten dasjenige Gebiet des Reizleitungssystems, das im größten Ausmaß durch Änderungen des sympathischen und des parasympathischen Tonus beeinträchtigt wird [5] — von höchster Bedeutung für die Auslösung einer Tachykardie. In diesem Beitrag soll nicht nur über den Zusammenhang von autonomem Nervensystem und elektrophysiologischem Verhalten bei einer Tachykardie, sondern auch über seine Bedeutung für die Auslösung und die Beendigung dieser Arrhythmie gesprochen werden.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1982

Authors and Affiliations

  • E. Rowland
    • 1
  1. 1.Division of Cardiovascular Disease, Royal Postgraduate Medical SchoolHammersmith HospitalLondonUK

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