Advertisement

Welche Vorstellungen gibt es über den Wiedereintrittsmechanismus?

  • Fred Sesto

Zusammenfassung

Das Phänomen des Wiedereintritts besteht darin, daß ein einmal ausgelöster Impuls in einem Erregungskreis ohne weitere Stimulation fortbestehen kann. Normalerweise werden Impulse in einer Richtung fortgeleitet, und die Aktivierung verläuft synchron. Für die Entstehung eines Wiedereintritts ist eine de-synchronisierte Fortleitung erforderlich. Sie kommt zustande, wenn in einer Potentialbahn eine deutliche Leitungsverzögerung oder ein Block auftritt, während entlang anderen Bahnen die Fortleitung normal bleibt. Wenn diese dann retrograd entlang der zuvor blockierten Bahn erfolgen kann, ergibt sich für den Impuls die Möglichkeit, „wiedereinzutreten“ und ein Herzareal wieder zu erregen, das proximal zu der blockierten Region liegt. Voraussetzung hierfür ist, daß die antegrade Fortleitung durch die alternative Bahn so stark verzögert ist, daß der Impuls die zuvor blockierte Region erst dann erreicht, wenn sie nicht mehr refraktär ist. Für die Auslösung und für das Fortbestehen der Arrhythmie sind somit die Leitungsgeschwindigkeit der Erregung, die Länge der Bahn und die Dauer der Refraktärperiode in allen Teilen der Bahn bestimmend [4].

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1984

Authors and Affiliations

  • Fred Sesto
    • 1
  1. 1.Mannheim 1Deutschland

Personalised recommendations