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Grundlagen der Planetengetriebe

  • Johannes Looman
Part of the Konstruktionsbücher book series (KB, volume 26)

Zusammenfassung

Planeten- oder Umlaufrädergetriebe werden wegen ihrer günstigen Eigenschaften und wegen ihrer Einsatzmöglichkeit als Übersetzungs-, Überlagerungs- und Schaltgetriebe in allen Bereichen der Antriebstechnik angewendet. Dieser Getriebetyp hat sich besonders im Fahrzeug- und Schiffbau, sowie für stationäre Zwecke im Turbinen- und allgemeinen Maschinenbau durchgesetzt, wo hohe Leistungen und hohe Drehzahlen zu übertragen sind. Die Vorteile sind sehr mannigfaltig; hierzu gehören:
  • koaxiale Lage der An- und Abtriebswellen,

  • günstige, symmetrische Bauformen,

  • hohe und auch extrem hohe oder niedrige Übersetzungen in einer oder wenigen Stufen (vorwärts und rückwärts, ins Langsame oder Schnelle),

  • runde Bauweise, dadurch Anpassung an runde Kupplungen, Wandler und andere runde Schaltelemente oder an rund bauende Kraft- und Arbeitsmaschinen, wie Turbinen, Elektromotoren, Generatoren,

  • Verteilung von (Eingangs-) Drehmoment und Leistung auf mehrere Planetenräder (Zahneingriffe) sowie Leistungsteilung zwischen einzelnen Planetensätzen,

  • dadurch kleinere Zahnräder,

  • kleinere Zahngeschwindigkeiten,

  • kleinere Zahnkräfte (absolut),

  • kleinere dynamische Zahnkräfte,

  • kleine, kompakte Bauweise,

  • geringes Gewicht und günstige Raumleistung,

  • kleinere Schwungmassen,

  • geringere Wälz- und Gleitgeschwindigkeiten an den Zahnflanken,

  • hohe Wirkungsgrade, wenn von der Gesamtleistung nur ein Teil als Wälzleistung übertragen wird,

  • geräuscharmer Lauf,

  • geringere Empfindlichkeit gegen Stoßbelastungen,

  • Ausgleich der statischen Kräfte innerhalb des Getriebesystems (Belastungsausgleich),

  • keine Belastung der Zentralwellenlager durch Zahnkräfte; verschiedentlich ist auch ein Fortfall von Lagern möglich, wenn die Räder durch die Verzahnungen mit den Gegenrädern zentriert werden (zusätzlicher Belastungsausgleich),

  • Überlagerung von Drehzahlen und Drehmomenten (bei Sammel- und Verteilgetrieben, Differentiale), stufenweise oder stufenlos,

  • Erweiterung zu leistungsverzweigten Getrieben mit beispielsweise stufenloser Drehzahlverstellung im Zweig mit der kleineren Leistung.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1988

Authors and Affiliations

  • Johannes Looman
    • 1
  1. 1.Universität StuttgartFriedrichshafenDeutschland

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