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Die Theorieabhängigkeit der Wahrnehmung

  • A. F. Chalmers

Zusammenfassung

Wir haben gesehen, daß gemäß dem naiven Induktivismus sorgfältige und unvoreingenommene Beobachtung eine sichere Grundlage bietet, von der aus wahrscheinlich wahre, wenn nicht gar wahre wissenschaftliche Erkenntnis abgeleitet werden kann. In dem vorangegangenen Kapitel wurde dieser Standpunkt kritisiert, indem die Schwierigkeiten betont wurden, die mit dem Versuch verbunden sind, induktives Schließen zu rechtfertigen, wenn wissenschaftliche Theorien und Gesetze aus der Beobachtung abgeleitet werden. Einige Beispiele wiesen darauf hin, daß Zweifel an der Zuverlässigkeit des induktiven Schließens berechtigt sind. Dennoch stellen diese Argumente keine endgültige Widerlegung des Induktivismus dar, vor allem, wenn man bedenkt, daß viele konkurrierende Wissenschaftstheorien sich ähnlich gelagerten Schwierigkeiten gegenübersehen (vgl. 12. Kapitel, Abschnitt 4). In diesem Kapitel wird ein entscheidender Einwand gegen den Induktivismus erhoben. Ein Einwand, der sich nicht so sehr dagegen wendet, daß wissenschaftliche Erkenntnis aus der Beobachtung abgeleitet wird, sondern der sich mit den induktivistischen Annahmen auseinandersetzt, was den Status und die Rolle der Beobachtung selbst anbelangt.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1986

Authors and Affiliations

  • A. F. Chalmers

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