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Die Theorieabhängigkeit der Wahrnehmung

  • Alan F. Chalmers
  • Niels Bergemann
  • Jochen Prümper

Zusammenfassung

Wir haben gesehen, daß gemäß dem naiven Induktivismus sorgfältige und unvoreingenommene Beobachtung eine sichere Grundlage bietet, von der aus wahrscheinlich wahre, wenn nicht gar wahre wissenschaftliche Erkenntnis abgeleitet werden kann. In dem vorangegangenen Kapitel wurde dieser Standpunkt kritisiert, indem die Schwierigkeiten betont wurden, die mit dem Versuch verbunden sind, induktives Schließen im Rahmen wissenschaftlicher Theorien und Gesetze aus der Beobachtung zu rechtfertigen. Einige Beispiele wiesen darauf hin, daß Zweifel an der Zuverlässigkeit des induktiven Schließens berechtigt sind. Dennoch stellen diese Argumente keine endgültige Widerlegung des Induktivismus dar, vor allem, wenn man bedenkt, daß viele konkurrierende Wissenschaftstheorien sich ähnlich gelagerten Schwierigkeiten gegenübersehen (vgl. 12. Kapitel, Abschnitt 4). In diesem Kapitel wird ein entscheidender Einwand gegen den Induktivismus erhoben. Ein Einwand, der sich nicht so sehr dagegen wendet, daß wissenschaftliche Erkenntnis aus der Beobachtung abgeleitet wird, sondern der sich mit den Annahmen des Induktivismus auseinandersetzt, die den Status und die Rolle der Beobachtung selbst betreffen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1989

Authors and Affiliations

  • Alan F. Chalmers
  • Niels Bergemann
    • 1
    • 2
  • Jochen Prümper
    • 3
  1. 1.Heidelberg 1Deutschland
  2. 2.ChicagoUSA
  3. 3.Institut für PsychologieLudwig-Maximilians-Universität MünchenMünchen 40Deutschland

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