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Unkonditionales Akzeptieren

  • G.-W. Speierer

Zusammenfassung

Unkonditionales Akzeptieren (unconditional positive regard) ist eines der drei therapeutischen Basismerkmale der klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie, die von Carl Rogers begründet wurde. Unkonditionales Akzeptieren beinhaltet die Kommunikation von Achtung, Anteilnahme und Annahme der Person eines Menschen und seines Leidens an einer Störung bzw. Erkrankung. Unbedingtheit der Akzeptanz bedeutet, daß diese nicht durch (Vor-)urteile oder negative Bewertungen des Denkens, Fühlens oder Handelns einer Person kontaminiert ist. Nach der Störungstheorie der Gesprächspsychotherapie wirkt unkonditionales Akzeptieren psychotherapeutisch, weil es Grundbedürfnisse nach mitmenschlicher Achtung, Beachtung, Wertschätzung sowie nach Selbstachtung erfüllt und damit die für eine erfolgreiche Psychotherapie notwendigerweise noch vorhandenen Selbstheilungspotentiale des Menschen mobilisiert (Rogers 1959; Speierer 1994).

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1996

Authors and Affiliations

  • G.-W. Speierer

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