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Allgemeine Darstellung von Stofftrennverfahren

  • Egon Stahl
  • Karl-Werner Quirin
  • Dieter Gerard

Zusammenfassung

Die Grundidee aller Trennverfahren besteht darin, daß eine Mischung verschiedener Stoffe in einem Trennapparat entweder durch einen Hilfsstoff oder durch Energiezugabe in wenigstens zwei Produkte getrennt wird, die sich hinsichtlich ihrer Eigenschaften unterscheiden. Die Auswahl des Trennverfahrens richtet sich primär danach, ob das zu bearbeitende Gemisch heterogen oder homogen zusammengesetzt ist. Heterogen zusammengesetzte Stoffmischungen können durch mechanische Trennverfahren, wie z. B. Filtrieren, Zentrifugieren oder Auspressen, in ihre verschiedenen Phasen getrennt werden. Zur Trennung homogener Stoffmischungen müssen die unterschiedlichen physikalisch-chemischen Eigenschaften der Einzelkomponenten ausgenutzt werden. Dabei erfolgt in der Trennapparatur eine Phasentrennung durch Energie-oder Hilfsstoffzugabe. Die physikalisch-chemischen Trennverfahren werden im allgemeinen unterteilt in gleichgewichtsbestimmte und in geschwindigkeitsbestimmte Trennverfahren. Die geschwindigkeitsbestimmten Verfahren, wie z. B. Molekulardestillation, Ultrafiltration, Elektrodialyse oder Gasdiffusion, sollen hier nicht näher betrachtet werden. Eine Übersicht hierzu ist an anderer Stelle in der Literatur gegeben [1, 2]. Bei den gleichgewichtsbestimmten physikalisch-chemischen Trennverfahren stellt sich ein Gleichgewichtszustand zwischen zwei nicht mischbaren Phasen ein, wobei die Zusammensetzung der Phasen voneinander verschieden ist. Eine Auswahl dieser Trennverfahren ist in Tabelle 1 zusammengestellt.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1987

Authors and Affiliations

  • Egon Stahl
    • 1
  • Karl-Werner Quirin
    • 2
  • Dieter Gerard
    • 3
  1. 1.EberbachDeutschland
  2. 2.DillingenDeutschland
  3. 3.RehlingenDeutschland

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