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Fehlbildungen und Erkrankungen des äußeren Genitale

  • K.-L. Waag

Zusammenfassung

Kongenitale Erkrankungen des äußeren Genitale sind insgesamt häufig und werden in der Bevölkerung bei ca.10% registriert. Wenn eine urogenitale Erkrankung gefunden wird, ist mit einiger Wahrscheinlichkeit eine zweite möglich, z. B. Nierenfehlbildungen bei Hypospadie, so dass danach diagnostisch zu fahnden ist. Die Störungen lagen dann meist in der 6.–8. Gestationswoche für Niere und Blase und reichen für das äußere Genitale bis zur 14. Woche. Aus der topographischen Nähe der Zentren in der Embryonalzeit ist dies nicht verwunderlich. So erklären sich Häufungen z. B. von Einzelnieren bei Hypospadie oder Urogenitalsinusmalformationen, aber auch sog. untere Bauchwandspalten, die eine ganze Kombination von Omphalozelen, knöchernen Spaltbecken und Blasenekstrophie darstellen. Da auch die Enddarmanlage in der Nähe liegt, kann eine solche embryologische Entwicklungsstörung auch mit einbezogen werden, wie bei rektovaginalen, rektovestibulären oder rektourethralen Fisteln, bei intermediärer und hoher Analatresie. In Extremfällen verbleiben gemeinsame, nicht differenzierte Höhlen zwischen Blase, Genitale und Rektum, wie bei der Kloakenekstrophie, meist verbunden mit halbiertem äußeren Genitale nach rechts und links, doppelter oder fehlender Vagina oder Uterus duplex. Die große individuelle Variationsbreite stellt präoperativ die Diagnostik oft vor große Probleme.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2004

Authors and Affiliations

  • K.-L. Waag

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