Herzrhythmusstörungen

  • H. Meyer
  • H. H. Kramer

Zusammenfassung

Herzrhythmusstörungen sind zu langsame, zu schnelle oder unregelmäßige Herzschläge. In dem komplexen Erregungsbildungs- und Leitungssystem des Herzens können Störungen überall auftreten. Bei Kindern entstehen Herzrhythmustörungen meistens in den Vorhöfen oder beruhen auf akzessorischen Leitungsbahnen zwischen Vorhöfen und Ventrikeln. Sie führen besonders dann zu relevanten hämodynamischen Auswirkungen, wenn eine kardiale Grunderkrankung besteht. Nach Herzoperationen können ernst zu nehmende tachykarde und bradykarde Störungen auftreten, die einer fachkundigen Diagnose und Therapie bedürfen. Fetale und peripartale Störungen bilden sich in vielen Fällen im ersten Lebenshalbjahr zurück. Die akut intravenöse und/oder orale medikamentöse Langzeittherapie von Herzrhythmusstörungen ist schwierig, vielfach langwierig und bringt Nebenwirkungen mit sich. Nicht selten sind Austestungen der Antiarrhythmika und der Einsatz von Medikamentkombinationen nötig. Deshalb ist die Kenntnis der Klassifizierung/Pharmakologie wichtig, besonders für die Behandlung der fetalen Störungen. Erfreulicherweise kann in der letzten Zeit eine Reihe von tachykarden Störungen anstelle von medikamentöser Therapie durch endokardiale Elektrotherapie/Ablationen behoben werden. Die Langzeiterfolge bedürfen der sorgfältigen Kontrolle, da je nach Lage und Art der unterbrochenen Bahnen oder ausgelöschten Ektopien Rezidive aufgetreten sind. Für bradykarde Störungen wurden »intelligente« Schrittmacher zum sequenziellen »pacing« und Elektroden entwickelt, die jetzt auch schon im Säuglingsalter einen Zugang über die Blutgefäße zum Herzen ermöglichen. Durch entsprechende Anpassung und Verkleinerung können bei Kindern sogar Defibrillatorschrittmacher eingesetzt werden, wenn die Rhythmusstörung nicht anders beherrscht werden kann.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2004

Authors and Affiliations

  • H. Meyer
  • H. H. Kramer

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