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Thema Krebs pp 118-122 | Cite as

Gebärmutterhalskrebs: Risiken und Früherkennung

  • Hilke Stamatiadis-Smidt
  • Harald zur Hausen

Zusammenfassung

Im Gegensatz zum →Gebärmutterkörperkrebs entwickelt sich Krebs des Gebärmutterhalses bzw. des Gebärmuttermundes, in der medizinischen Fachsprache Zervix- bzw. Portiokarzinom genannt, nicht aus der drüsigen Schleimhaut, die die Gebärmutter innen auskleidet, sondern aus Plattenepithelschleimhaut, ähnlich der in der Mundhöhle. Diese Art der Schleimhaut findet sich im Bereich des äußeren Muttermundes, also dort, wo der Gebärmutterhals in die Scheide mündet. Verschiedene Einflüsse müssen zusammenwirken, um schrittweise die krebsige Entartung des Gewebes zu fördern. Als wichtigste Auslöser gelten heute Infektionen mit Papillomviren (→Viren), besonders mit den Typen 16 und 18. Papillomviren sind sexuell übertragbar und verursachen auch genitale Warzen, die sogenannten Kondylome. Bei Männern sind Papillomviren möglicherweise an der Entstehung von Peniskarzinomen beteiligt. Raucherinnen haben ebenfalls ein deutlich erhöhtes Zervixkarzinomrisiko, denn die krebserregenden Bestandteile des Zigarettenrauchs sind auch im Sekret des Gebärmutterhalses nachweisbar und können dort ihre schädigende Wirkung entfalten.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1998

Authors and Affiliations

  • Hilke Stamatiadis-Smidt
    • 1
  • Harald zur Hausen
    • 1
  1. 1.Deutsches KrebsforschungszentrumHeidelbergDeutschland

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