Trainingsmodul 2: Persönliche Stressverstärker erkennen und verändern: Das Kognitionstraining

  • Gert Kaluza

Zusammenfassung

Die Reflexion und Transformation stresserzeugender und -verschärfender Kognitionen ist das Ziel dieses Programmbausteins. Die Teilnehmer sollen Methoden der kognitiven Stressbewältigung kennen lernen und exemplarisch auf eigene stressverschärfende Kognitionen anwenden. Der Begriff »kognitiv« bezieht sich dabei sowohl auf den Ansatzpunkt der Bewältigung, nämlich die individuellen Einstellungen und Bewertungen, als auch auf den Modus der Bewältigung, nämlich deren gedankliche Hinterfragung und den Aufbau von stressvermindernden, selbstermutigenden Selbstverbalisationen mittels kognitiver Manöver. Veränderungen im kognitiven Bereich stellen vielfach eine Voraussetzung für einen veränderten instrumentellen und palliativ-regenerativen Umgang mit Belastungen dar. Andererseits werden Änderungen dysfunktionaler Kognitionen oft am nachhaltigsten durch verändertes Verhalten in konkreten belastenden Situationen, durch neue Erfahrungen initiiert und gefestigt. Im Gespräch erarbeitete hilfreiche Kognitionen stabilisieren sich am besten, wenn sie in realen Situationen erprobt und eingeübt werden. Insofern stellt die in diesem Programmbaustein angestrebte »Aufweichung« von stressbezogenen Kognitionen einerseits eine Voraussetzung für die in den anderen Programmbausteinen angezielten Verhaltensänderungen dar, andererseits stellen sich kognitive Umstrukturierungen als Folge dieser Verhaltensänderungen ein, die im Rahmen dieses Programmbausteins dann explizit thematisiert werden können.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2004

Authors and Affiliations

  • Gert Kaluza
    • 1
  1. 1.GKM-Institut für GesundheitspsychologieMarburgDeutschland

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