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Einsatz zweidimensionaler Filter in der Gravimetrie und Magnetik

  • Burkhard Buttkus

Zusammenfassung

In der Angewandten Geophysik finden zweidimensionale Filter vor allem bei der Aufbereitung flächenhaft durchgeführter Potentialfeldmessungen Anwendung. Mit dem Einsatz zweidimensionaler Filter werden insbesondere zwei Ziele verfolgt:
  • die Glättung der mehr oder weniger stark verrauschten Beobachtungsreihen. Die Beobachtungsreihen sind im allgemeinen nicht glatt; die Ursachen hierfür können kleinräumige Quellen sein, zu deren Erfassung die Meßpunkte geringere Abstände haben müßten; sie können aber auch auf Beobachtungsfehlern beruhen. In beiden Fällen ist es zweckmäßig, die Werte zu glätten. Hierzu werden zweidimensionale Tiefpaßfilter, wie z.B. die in Kapitel 16 behandelten Mittelungsverfahren eingesetzt.

  • die Trennung der lokalen und regionalen Anteile des gemessenen Feldes. Die Quellen der regionalen Anomalien des Schwerefeldes zum Beispiel liegen in den mittleren Stockwerken der Erdkruste, während lokale Anomalien auf Dichteunterschiede in den oberen Schichten zurückzuführen sind. In der Angewandten Geophysik ist die Interpretation der lokalen Anomalien von primärer Bedeutung. Vielfach haben solche Anomalien nur geringe Beträge; sie werden vom Einfluß der tiefgelegenen Massen überlagert. Dabei kommt es vor, daß das Schwerebild ganz von dem regionalen Feld beherrscht wird und die lokalen Anomalien sich nur in schwachen Verformungen der Isogammen kundtun. Eine Bestimmung der lokalen Störungsmassen anhand der Meßdaten setzt voraus, daß es gelingt, den lokalen Anteil der Schwereanomalien von dem Regionalfeld zu trennen. In der Magnetik bestehen zur Trennung der gewünschten Anomalie aus dem gemessenen Integralfeld gegenüber der Gravimetrie die besseren Voraussetzungen. Der Grund liegt darin, daß sich verschiedene Gesteine in ihren magnetischen Kennewerten deutlicher als in ihren Dichtewerten unterschetden Außerden ist durch die Curie-Isotherne eine natürliche Begrenzung der Lage der magnetischen Quellen gegeben, so daß sich im Vergleich zur Gravimetrie ein geringerer Tiefenbereich auf das gemessene Gesantfeld auswirkt.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  • Burkhard Buttkus
    • 1
  1. 1.Bundesanstalt für Geowissenschaften und RohstoffeHannoverDeutschland

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