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Sachenrecht pp 79-85 | Cite as

Eigentum: Begriff, Inhalt, Arten

  • Hans Josef Wieling
Part of the Springer-Lehrbuch book series (SLB)

Zusammenfassung

a) Die gesamte Rechtsordnung hat das eine Ziel, die Würde des Menschen zu schützen und ihm die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit zu garantieren. Menschliche Selbstverwirklichung ist nicht möglich ohne einen Lebensraum und ohne Dinge, über welche der Mensch frei bestimmen kann: Eigentum ist nichts anderes als die menschliche Freiheit bezogen auf eine Sache. Eigentumsschutz ist Persönlichkeitsschutz. Das Grundgesetz garantiert die Freiheit seiner Bürger und schützt daher ihre Persönlichkeit und ihr Eigentum sowie auch das Privateigentum als Institution, Art. 14 I 1. Dabei verwendet es den Ausdruck „Eigentum“ in einer untechnischen Weise, indem es darunter nicht nur das Eigentum im Sinne des Zivilrechts versteht, sondern alle vermögenswerten Rechte2.

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Literatur

  1. 1.
    Vgl. etwa BVerfG 24, 389; 31, 239; BGH 6, 276; Larenz AT § 2 II d.Google Scholar
  2. 2.
    Z.B. auch den Anspruch des Mieters auf Überlassung einer Wohnung, BVerfG NJW 93, 2035 ff. Zur Gefahr, das „Eigentum“ des Verfassungsrechts mit dem zivilrechtlichen Eigentum zu verwechseln, vgl. Roellecke, Mietwohnbesitz als Eigentum, JZ 95, 74 ff.Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. RG 129, 149; BGH 6, 280; auch BGH 37, 46.Google Scholar
  4. 4.
    BVerwG 5, 145; 36, 251.Google Scholar
  5. 5.
    BVerfG 58, 300 ff.; dazu Pieroth-Schlink, Grundrechte, 7. Aufl. 1991 N. 1015 ff.; H. P. Westermann N. 50 ff.Google Scholar
  6. 6.
    Vgl. Maurer, Allgemeines Verwaltungsrecht (7. Aufl. 1990 ) N. 60; Baur-Stümer § 13 C I 6 c.Google Scholar
  7. 7.
    Vgl. Baur-Stümer § 13 C I 6 c; § 24 I 5.Google Scholar
  8. 8.
    Vgl. dazu Maurer, § 26 41 ff.; Papier, JuS 89, 633 ff.Google Scholar
  9. 9.
    Er kann sich dabei auf eine Entscheidung des Bundesverfassungsgericht berufen, die einen Tag vor dem „Naßauskiesungsbeschluß“. ergangen ist, BVerfG 58, 137 ff. Darin wird die Ansicht vertreten, eine unverhältnismäßige Inhaltsbestimmung des Eigentums könne durch die Zuerkennung eines Geldausgleichs rechtmäßig werden. Dieser Geldausgleich ist im Ergebnis nichts anderes als der frühere Anspruch wegen enteignenden und enteignungsgleichen Eingriffs.Google Scholar
  10. 10.
    BGH 90, 29 ff.; 91, 26 ff.; BGH NJW 88, 478; vgl. auch Papier, JuS 89, 635 f.Google Scholar
  11. 11.
    Maurer § 26 N. 70.Google Scholar
  12. 12.
    Vgl. Maurer § 26 N. 75; Baur-Stümer § 13 C I 6 a bb.Google Scholar
  13. 13.
    BGH 59, 258; 67, 192.Google Scholar
  14. 14.
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  15. 15.
    Vgl. etwa ALR I 8 § 1; ABGB § 354.Google Scholar
  16. 16.
    Vgl. unten § 23 II 6.Google Scholar
  17. 17.
    Bei Tieren ist gemäß § 251 II 2 auch das Affektionsinteresse zu berücksichtigen.Google Scholar
  18. 18.
    BGH 6, 110.Google Scholar
  19. 19.
    Vgl. etwa H. Westermann (5. Aufl.) § 28 III 1; Baur-Stümer § 25 III 1 c; E. Wolf § 3 E III d; RG 113, 301; BGH 6, 105.Google Scholar
  20. 20.
    Etwa MünchenerK-Säcker § 904 N. 17 f.; Larenz-Canaris II 2 § 85 I 1 b; Westermann Westermann § 28 II 2 c.Google Scholar
  21. 21.
    Vgl. im einzelnen Weber-Grellet, AcP 182 (1982), 324 ff.Google Scholar
  22. 22.
    Etwas anderes gilt für Grundstücksanteile, § 1010: Die genannten Abreden gelten gegen einen Sondemachfolger nur dann, wenn die Abrede als Belastung im Grundbuch eingetragen ist.Google Scholar
  23. 24.
    RG 146, 363 ff.Google Scholar
  24. 25.
    Vgl. Palandt-Bassenge § 1011 N. 2.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1997

Authors and Affiliations

  • Hans Josef Wieling
    • 1
  1. 1.Oberlandesgericht KoblenzFachbereich Rechtswissenschaften Universität TrierTrierDeutschland

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