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Aus der Sicht der Sozialarbeit

  • Mechthild Hahn
Conference paper
Part of the Rehabilitation und Prävention book series (REHABILITATION, volume 10)

Zusammenfassung

Aus der Sicht der Sozialarbeit bedeutet Rehabilitation ein Lernen in der (krankheitsbedingten) „Beschränkung der Teilhabe in alters-, geschlechts- und statusspezifischen Sozialbeziehungen“(v. Ferber, 1973). In unserer Gesellschaft gestalten sich Sozialbeziehungen vorwiegend in zwei Feldern- Familie und Beruf. Dabei steht Familie für emotionale Bedürfnisbefriedigung, Beruf für versachlichte Arbeitsleistung. Folgt aus der räumlichen und funktionalen Trennung zwischen Familie und Beruf für den einzelnen und im Zwischenmenschlichen an sich schon unausweichlich Entfremdung, so verstärkt sich diese, je mehr nach dem ökonomischen Prinzip des Gewinnzuwachses mit der menschlichen Arbeitskraft zugleich auf Gefühlserwartungen den Charakter von Tauschwert und Ware annehmen. Dies macht letzten Endes alle Sozialbeziehungen in hohem Maße unfrei und störanfällig, wenn eine schwere Krankheit als die in unserer Zivilisation meistgefürchtete schicksalhafte Krise eintritt.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1979

Authors and Affiliations

  • Mechthild Hahn
    • 1
  1. 1.Klinikum der Johannes-Gutenberg-UniversitätMainzDeutschland

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