Advertisement

Kurzdarstellung des Diskussionsverlaufs

  • Klaus Schimpf
Conference paper
Part of the Rehabilitation und Prävention book series (REHABILITATION, volume 10)

Zusammenfassung

Unter den Teilnehmern am Symposion saßen viele Hämophile oder Eltern von Hämophilen, die durch ihre Mitgliedschaft in der Deutschen Hämophiliegesellschaft und durch die Kontakte mit den sie betreuenden speziell erfahrenen Ärzten sehr gut über die vorgetragenen Probleme orientiert waren. Man war sich schnell über die wichtigsten Gebiete einig, auf denen vor allem Verbesserungen angestrebt werden müssen. Zu allererst ist es die Situation des Hämophilen an seiner Arbeitsstelle. Nach vielfältiger Erfahrung besteht allgemeine Unaufgeklärtheit bis zu Unkenntnis über die Probleme der Hämophilie. Man meinte, daß dies u. a. mit der Seltenheit des Krankheitsbildes zusammenhänge. Bevor ein Bluter an seinen Arbeitsplatz kam, war niemand aus seiner Umgebung dazu angeregt worden, sich über die speziellen Probleme dieser Krankheit genau zu informieren. Die Unaufgeklärtheit betrifft nach den Erfahrungen der Diskussionsteilnehmer in gleicher Weise die Arbeitskollegen, die Personalabteilungen der Betriebe, die Betriebsräte. Es sei kein Zutrauen vorhanden. Man glaube nicht, daß ein Bluter seinen Arbeitsplatz ausfüllen könne. Oft scheint fälschlich angenommen zu werden, daß er durch Verbluten nach außen bei Verletzungen am Arbeitsplatz gefährdet sei. Bereits deswegen wird offenbar häufig mit der Einstellung gezögert. Die Furcht vor späterer Unkündbarkeit des Hämophilen mit seinem Schwerbehindertenstatus und das mangelnde Zutrauen zu seinen Arbeitsleistungen sind Momente, die häufiger veranlassen, nach der Anstellung verlängerte Probezeiten festzulegen.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1979

Authors and Affiliations

  • Klaus Schimpf
    • 1
  1. 1.HeidelbergDeutschland

Personalised recommendations