Advertisement

Entscheidung bei Sicherheit und mehreren Zielen: Multiattributive Wertfunktionen

  • Franz Eisenführ
  • Martin Weber
Part of the Springer-Lehrbuch book series (SLB)

Zusammenfassung

  1. 1.

    Häufig sind mehrere Ziele für eine Entscheidung relevant. Sie erfordern die Bewertung der Alternativen mittels einer multiattributiven Wertfunktion.

     
  2. 2.

    Die einfachste und wichtigste multiattributive Wertfunktion ist die additive. Hier wird der (Gesamt)wert einer Alternative aus einer gewichteten Summe von (Einzel)werten pro Attribut berechnet.

     
  3. 3.

    Das additive Modell kann nur dann angewendet werden, wenn gewisse Unabhängigkeitsbedingungen zwischen den betrachteten Attributen erfüllt sind.

     
  4. 4.

    Die Gewichtung der Attribute wird sinnvoll mit dem Trade-off-Verfdihren oder dem Swing-Verfahren bestimmt. Beim Trade-off-Veriahxen werden die Zielgewichte aus Austauschraten zwischen jeweils zwei Attributen hergeleitet, bei dem Swing-Verfahren aus Punktbewertungen von unterschiedlichen Alternativen berechnet,

     
  5. 5.

    Das verbreitete Direct-Ratio-Verfahren ist sehr problematisch.

     
  6. 6.

    Gewichte von Attributen sind immer nur in bezug auf die Ausprägungsintervalle der Attribute sinnvoll zu interpretieren. Es gibt keine „Wichtigkeit“ von Attributen schlechthin.

     
  7. 7.

    Ist der Entscheider nicht in der Lage, exakte Gewichtungen anzugeben, so kann auch auf Basis unvollständiger Informationen, z. B. Intervallaussagen, möglicherweise die optimale Alternative bestimmt oder können zumindest dominierte Alternativen ehminiert werden.

     
  8. 8.

    Sensitivitätsanalysen können Aufschluß darüber geben, bei welchen Veränderungen der Zielgewichte die optimale Alternative optimal bleibt.

     
  9. 9.

    Menschen machen bei der Bestimmung der Gewichtungsfaktoren systematische Fehler, insbesondere beachten sie nicht hinreichend die Ausprägungsintervalle der Attribute (Punkt 6) und überschätzen die Gewichtung eines Ziels, wenn es in Unterziele aufgeteilt wird.

     

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1999

Authors and Affiliations

  • Franz Eisenführ
    • 1
  • Martin Weber
    • 2
  1. 1.Seminar für Allgemeine BetriebswirtschaftslehreUniversität zu KölnKölnDeutschland
  2. 2.Universität MannheimMannheimDeutschland

Personalised recommendations