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Worum es geht

  • Franz Eisenführ
  • Martin Weber
Part of the Springer-Lehrbuch book series (SLB)

Zusammenfassung

  1. 1.

    In komplexen Entscheidungen ist der Mensch mit seinem sogenannten gesunden Menschenverstand oft übeifordeit Dies kann an der Unsicherheit der Zukunft oder an der Vielfalt der Ziele hegen, die man anstrebt und die sich nicht voll vereinbaren lassen. Zu wenige oder zu viele Handlungsalternativen und eine große Zahl von Einflußfaktoren können das Problem weiter erschweren.

     
  2. 2.

    Durch rationales Vorgehen lassen sich die Erfolgsaussichten von Entscheidungen verbessern. Rationalität ist kein klarer Begriff. Man kann ihn jedoch dadurch konkretisieren, daß man einerseits gewisse Anforderungen an den Entscheidungsprozeß aufstellt (prozedurale Rationalität) und sich andererseits auf Grundsätze der Konsistenz, d. h. Widerspruchsfreiheit, festlegt.

     
  3. 3.

    Komplexe Probleme werden durch Dekomposition, d. h. Zerlegung in Teilprobleme vereinfacht.

     
  4. 4.

    Es gibt keine objektiv richtigen Entscheidungen. Vielmehr beruhen Entscheidungen notwendig auf subjektiven Erwartungen, die nur in Grenzen überprüfbar sind, sowie auf ebenfalls subjektiven Zielen und Präferenzen des Entscheiders.

     
  5. 5.

    Menschen haben Mühe, ihre subjektiven Erwartungen und Präferenzen eindeutig zu artikulieren. Entscheidungsunterstützung durch formale Verfahren muß die Unscharfe der Informationen in Betracht ziehen, indem sie einerseits die Konsistenz der Aussagen überprüft und andererseits notfalls mit unvollständigen Informationen auszukommen versucht. Die präskriptive Entscheidungstheorie ist relevant für Entscheidungen auf verschiedensten Gebieten. Sie ist nicht nur für wirtschaftliche, sondern ebenso für politische, medizinische, juristische oder technische Entscheidungen von Bedeutung.

     

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Referenzen

  1. 1.
    Siehe z. B. Kahneman, Slovic und Tversky (1982), Dawes (1988), Russo und Schoema-ker (1989), Bazerman (1994), Jungermann et al. (1998).Google Scholar
  2. 2.
    Siehe hierzu Rescher (1993), Kapitel 3.Google Scholar
  3. 4.
    Wesen der griechischen Mythologie, die auf einer Insel lebten und durch ihren betörenden Gesang Seefahrer anlockten, um sie zu töten.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1999

Authors and Affiliations

  • Franz Eisenführ
    • 1
  • Martin Weber
    • 2
  1. 1.Seminar für Allgemeine BetriebswirtschaftslehreUniversität zu KölnKölnDeutschland
  2. 2.Universität MannheimMannheimDeutschland

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