Verdeckte positive Verstärkung

  • W. L. Roth

Zusammenfassung

Das Therapieverfahren „verdeckte positive Verstärkung“ wurde von Cautela als verhaltenstherapeutische Technik zur Behandlung unangepaßten Annähe-rungs-und Vermeidungsverhaltens eingeführt [1]. Es gehört zu den verdeckten Konditionierungsverfahren. Diese können als „konservative” kognitive Verhaltenstherapie bezeichnet werden: Zwar wird die Beschäftigung mit verdeckten, nicht beobachtbaren Prozessen — etwa mit Gedanken oder Vorstellungen — akzeptiert, doch geschieht dies innerhalb des herkömmlichen lerntheoretischen Rahmens. Gedanken werden als verdeckte Reaktionen betrachtet, als „operants of the mind“, auf die die an offen beobachtbarem Verhalten gewonnenen Lerngesetzmäßigkeiten übertragen werden können. Diese Homogenitäts-oder Kontinuitätsannahme wird ergänzt um die Generalisierungsannahme: Durch die Manipulation verdeckter Prozesse soll offen beobachtbares Verhalten verändert werden können [2].

Covert Positive Reinforcement

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Literatur

  1. 1.
    Cautela JR (1970) Covert positive reinforcement. Behav Ther 1: 33–50CrossRefGoogle Scholar
  2. 2.
    Roth WL, Keßler BH (1979) Verdeckte positive Verstärkung: Analyse und Kritik klinischer Therapieexperimente. Mitteilungen DGVT 11: 677–712Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1981

Authors and Affiliations

  • W. L. Roth
    • 1
  1. 1.Fachbereich I — Psychologie SchneidershofUniversität TrierTrierDeutschland

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