Advertisement

Stimuluskontrolle

  • M. Hautzinger

Zusammenfassung

Unter Stimuluskontrolle verstehen wir die Beeinflussung von Verhalten, sei es direkt beobachtbar oder verdeckt, durch die geplante Anwendung und Kontrolle der dem Zielverhalten vorausgehenden Reizbedingungen. Stimuluskontrolle ist das häufigste und auch im Alltag gebräuchliche Mittel, bestimmte Reaktionen hervorzurufen oder zu unterbinden; z. B. bei Rot an der Ampel anhalten; wenn einer redet, schweigen die anderen: aufstehen beim Abspielen der Nationalhymne; den Hut abnehmen bei einer christlichen Beerdigung; anhalten bei der Sirene der Ambulanz; verstummen der Schüler bei Erscheinen des Lehrers; usw. Die lernpsychologische Erkenntnis der Situationsabhängigeit von Verhalten aufgrund erfahrener positiver oder negativer Konsequenzen ist der hier zugrundeliegende Erklärungsmechanismus (s. Kap. 7, 60). Durch diese Kopplung, vor allem nach mehrfacher Erfahrung, lernt das Individuum, daß bei bestimmten Reizbedingungen (z. B. Lächeln) ein bestimmtes Verhalten (z. B. Annäherung) die Wahrscheinlichkeit der positiven Konsequenzen (z. B. sexueller Kontakt) erhöht, ein anderes Verhalten diese reduziert (s. Kap. 10). Stimuli können rasch eine Generalisierung erfahren, so daß ein Verhalten unter vielen Reizbedingungen auftreten kann.

Stimulus Control

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 1.
    Florin I, Rosenstiel L (1976) Leistungsstörungen und Prüfungsangst. Ursachen und Behandlung. Goldmann, MünchenGoogle Scholar
  2. 2.
    Hautzinger M (1978) Verhaltenstraining bei Übergewicht. Otto Müller, SalzburgGoogle Scholar
  3. 3.
    Karoly P (1977) Operante Methoden. In: Kanfer FH, Goldstein AP (Hrsg) Möglichkeiten der Verhaltensänderung. Urban & Schwarzenberg, MünchenGoogle Scholar
  4. 4.
    Mahoney MJ. Thoresen CE (1974) Self-control: Power to the Person. Brooks & Cole, MontereyGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1981

Authors and Affiliations

  • M. Hautzinger
    • 1
  1. 1.Institut für PsychologieFreie UniversitätBerlin 33Deutschland

Personalised recommendations