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Kognitionsevozierung

  • J. Young

Zusammenfassung

Die Technik des Erkennens von Kognitionen ist eine wesentliche Komponente kognitiver Therapie [1]. Beck [2] beobachtete bei der Arbeit mit depressiven Patienten, daß es zwei Arten von Gedanken zu geben scheint, die gleichzeitig auftreten. Die Patienten konnten relativ gut über einen dieser Gedankenströme berichten. Diese erste Art von Gedanken umfassen Äußerungen wie: „Ich fühle mich heute so schlecht…. Ich habe Schwierigkeiten, überhaupt aus dem Bett hoch zu kommen.… Immer wenn mich jemand besuchen kommt, möchte ich mich verkriechen….“ Die zweite Art von Gedanken ist weniger gut zugänglich, obgleich sie meist zu erklären scheint, warum die Patienten sich in einer bestimmten Weise fühlen und reagieren. Beck nennt diese wenig bewußten Kognitionen „automatische Gedanken”. Diese automatischen Gedanken treten auf und wirken zwischen externalen Ereignissen und den emotionalen Reaktionen des Patienten auf die externalen Ereignisse. Sie sind unmittelbar da, erscheinen plausibel, wiederholen sich und sind idiosynkratisch. Bei depressiven Patienten beinhalten diese automatischen Gedanken im allgemeinen eine negative Sicht der eigenen Person, der umgebenden Welt und der eigenen Zukunft. Beispiele für automatische Gedanken enthalten meist Äußerungen wie: „Ich bin nicht gut.… Sie denkt, ich bin dumm.… Mir gelingt nichts.… Welchen Zweck soll überhaupt das Probieren haben?… Ich habs wieder nicht geschafft….“

Kognitionenerkennen, Eliciting Automatic Thoughts

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Literatur

  1. 1.
    Beck AT, Rush AJ, Shaw BF, Emery G (1980) Kognitive Therapie der Depression. Urban & Schwarzenberg, MünchenGoogle Scholar
  2. 2.
    Beck AT (1979) Wahrnehmung der Wirklichkeit und Neurose. Pfeiffer, MünchenGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1981

Authors and Affiliations

  • J. Young
    • 1
  1. 1.University of Pennsylvania Department of PsychiatryPhiladelphiaUSA

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