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Methodologie und Methodik

  • Jens B. Asendorpf
Part of the Springer-Lehrbuch book series (SLB)

Zusammenfassung

Drei Paradigmen dominieren die heutige Persönlichkeitspsychologie: das Eigenschafts-, das Informationsverarbeitungs- und das dynamisch-interaktionistische Paradigma. Wie im letzten Kapitel deutlich wurde, sind diese Paradigmen keine Gegensätze, sondern miteinander vereinbar. Zusammengenommen bilden sie ein übergreifendes Paradigma, dem derzeit fast die gesamte empirische Persönlichkeitsforschung folgt. In diesem Kapitel werden zunächst die methodologischen Grundzüge dieses übergreifenden Paradigmas skizziert. Dann folgt eine vertiefende Diskussion einiger methodischer Fragen, die schon bei der Diskussion der einzelnen Paradigmen angeschnitten wurden. Hier werden sie systematischer behandelt und weiter vertieft.

Dieses Kapitel kann übersprungen werden. Die folgenden, auf inhaltliche Ergebnisse zielenden Kapitel sind auch dann verständlich. Wem es genügt, einen Überblick über die Ergebnisse der Persönlichkeitspsychologie zu bekommen, der kann dieses Kapitel übergehen. Wer aber die methodologisch-methodische Fundierung der empirischen Persönlichkeitsforschung genauer nachvollziehen möchte, der sollte es durcharbeiten.

Das Kapitel gliedert sich in zwei Teile: einen methodologischen und einen methodischen. Unter der Methodologie eines Wissenschaftsparadigmas versteht man die Beschäftigung mit den grundlegenden Herangehensweisen an seinen Gegenstandsbereich: Welche Arten von Fragen weräen gestellt und welche Forschungsstrategien werden verwendet, um diese Fragen zu bearbeiten. Methodologie beschäftigt sich also mit den Voraussetzungen der wissenschaftlichen Arbeit in einem Paradigma. Die Methodik eines Wissenschaftsparadigmas ist dagegen vergleichsweise handfester, Sie ist die Gesamtheit der einzelnen Methoden, die innerhalb des Paradigmas Verwendung finden.

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Weiterführende Literatur

  1. Asendorpf, J.B. (1995). Persönlichkeitspsychologie: Das empirische Studium der individuellen Besonderheit aus spezieller und differentieller Perspektive. Psychologische Rundschau, 46, 235–247.Google Scholar
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  3. Steyer, R. & Eid, M. (1993). Messen und Testen. Berlin: Springer.CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1999

Authors and Affiliations

  • Jens B. Asendorpf
    • 1
  1. 1.Institut für PsychologieHumboldt-Universität zu BerlinBerlinDeutschland

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