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Zusammenfassung

Die individuelle probandenbezogene Dokumentation ist umfangreich und liegt, gestaffelt nach Abstraktionsgrad und Auswertungsschritten, in 4 Ebenen vor:
  1. 1.
    die handschriftlichen Aufzeichnungen,
    • der Interviewer während des Interviews auf dem dafür vorgesehenen, überwiegend freien Teil des Frage-/Anleitungsbogens für die Erhebung notiert hat; diese stichwortartigen Niederschriften sind von Außenstehenden kaum zu entziffern und werden vom Interviewer baldmöglichst verarbeitet;

    • die vom Interviewer ausgefüllten Goldberg-Cooper- und andere Testformulare;

    • die Fragebögen mit den Eintragungen der Probanden;

     
  2. 2.

    die vom wissenschaftlichen Hilfspersonal (Psychologiestudenten im abschließenden klinischen Ausbildungsabschnitt) durchgeführten Auswertungen der Testbögen (FPI etc.);

     
  3. 3.
    ein vom Interviewer möglichst unmittelbar nach der Befragung diktierter (ca. 10–15 engzeilig getippte Seiten) Klartext. Er ist nach einem vorgegebenen Schema verfaßt, enthält inhaltlich obligat bestimmte Fakten und Beobachtungsdaten (s. 8.1 und Kap.18), etwa analog einem psychoanalytischen Interview, jedoch erheblich umfangreicher. Die Aufzeichnungen solcher Klartexte (zusätzlich zu der unten beschriebenen EDV-Dokumentation) im Forscherteam durchzusetzen und die Kollegen dazu zu motivieren, bedurfte beträchtlicher Überzeugungsarbeit. Nachträglich erwies sich jedoch für alle mit der Follow-up-Studie und der Auswertung befaßten Mitarbeiter gerade diese — zweifellos zeitaufwendige und mühsame — Dokumentationsarbeit als außerordentlich fruchtbar, v. a. in dreierlei Hinsicht: Die Klartexte dienten
    • als Grundlage für spätere Interraterreliabilitätsstudien und zur Einübung nachrückender neuer Forscher;

    • ohne die Klartexte wäre ein Teil des Follow-up mit Vorinformation vom Probanden und genauerer Erfassung des individuellen Krankheitsverlaufs kaum möglich gewesen; schließlich

    • basiert ein erheblicher Teil der bisherigen und der noch zu leistenden wissenschaftlichen Auswertung (s. Kap. 18) auf diesen Interviewklartexten.

     

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1987

Authors and Affiliations

  • H. Schepank

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