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Workflowmanagement

  • Michael zur Mühlen
  • Holger Hansmann

Zusammenfassung

Die Umsetzung prozessorientierter Organisationsstrukturen in Unternehmen verlangt nach einer adäquaten technischen Unterstützung, um die organisatorischen Effizienzvorteile nicht durch funktional orientierte Informationssysteme unnötig einzuschränken. Workflowmanagementsysteme sind Softwaresysteme, deren Kernaufgabe die Unterstützung betrieblicher Prozessabläufe durch die Koordination von Aktivitäten, Anwendungen, Daten und prozessbeteiligten Personen ist. Ebenso wie die betriebswirtschaftliche Prozessorientierung von der Idee selbst zur Realisierung über einen längeren Zeitraum gereift ist, so gehen auch die Wurzeln aktueller Workflowmanagementsysteme bis in die 70er Jahre zurück.384

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Referenzen

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    Nordsieck nimmt die Entwicklung von Workflowmanagementsystemen bereits 1972 vorweg: “Denken wir [...] an eine moderne Datenverarbeitung. Auch sie stellt einen deutlichen Prozeß dar, der sogar in verschiedenen Abschnitten mit dem Betriebsprozeß verknüpft ist und ihn ständig begleitet, wenn nicht gar steuert.” Nordsieck (1972), S. 9.Google Scholar
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    Insbesondere im Rahmen von kombinierten Imaging- und Workflowanwendungen sind eine hohe Anzahl gleichzeitiger Prozessinstanzen keine Seltenheit. So empfängt beispielsweise die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) täglich durchschnittlich mehr als 50.000 Schriftstücke, die eingescannt und digital weiterverarbeitet werden.Google Scholar
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    Zum Wasserfallmodell vgl. Royce (1970). Auch wenn das Wasserfallmodell in der Literatur häufig als zu starr kritisiert wird, und Gegenvorschläge existieren (z. B. das Spiralmodell, vgl. Böhm (1986), bzw. Prototyping und XP (Extreme Programming), vgl. Beck (1999)), erfreut sich das einfache und nachvollziehbare Wasserfallmodell in der Praxis weiterhin großer Beliebtheit. Dies liegt unter anderem auch an der großen Anzahl unterstützender Managementtechniken und Projektmanagementtools, die für das Wasserfallmodell existieren.Google Scholar
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    Das Workflow-Potenzial eines Prozesses ist der Grad, in welchem dieser Prozess durch die Koordinationsmechanismen eines WfMS geeignet unterstützt werden kann und wird anhand eines Kriterienkatalogs bewertet. Die Workflow-Eignung eines Prozesses ist eine Kennzahl, die sich aus dem Workflow-Potenzial, dem Beitrag des Prozesses zu den Unternehmenszielen im Falle einer Realisierung als Workflow und der Bewertung der technischen und wirtschaftlichen Restriktionen ergibt.Google Scholar
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    Zu der hier beschriebenen Methodik vgl. Becker et al (2000).Google Scholar
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    Sind bereits Prozessmodelle im Unternehmen vorhanden, sind diese nur neu zu modellieren oder zu überarbeiten, wenn sie nicht alle notwendigen Modellobjekte enthalten, die eine Einschätzung der Prozesse bzgl. der Kriterien erlauben. Beispielsweise müssen im Modell abgebildet sein: Organisationseinheiten, Funktionen und deren Input-/Outputinformationen, Ereignisse sowie Anwendungssysteme bzw. benutzte Systemfunktionalitäten (z. B. SAP-Transaktion). Darüber hinaus muss der Kontrollfluss (Reihenfolgebeziehungen, Verzweigungen und Bedingungen) aus dem Modell hervorgehen. Erfüllen die vorliegenden Prozessmodelle diese Anforderungen, so können sie anhand der beschriebenen Kriterien bewertet und für eine Realisierung als Workflow priorisiert werden.Google Scholar
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    Die Punktvergabe fur die einzelnen Kriterien muss subjektiv anhand der Einschätzung des Projektteams erfolgen.Google Scholar
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    Die Modellierung ist abzubrechen, wenn die Prozesse auf der betrachteten Abstraktionsebene kein Workflow-Potenzial besitzen oder die Prozessmodelle eine geeignete Granularität für die Überführung in Workflowmodelle aufweisen. Zu einem entsprechenden Abbruchkriterium für die Modellierung vgl. Becker et al. (2000), S. 23f.Google Scholar
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    Zu den Problemen der Auswahl von Workflowmanagementsystemen vgl. u. a. zur Mühlen, Rosemann (1999), wo die Modellierungsmöglichkeiten unterschiedlicher Workflowmanagementsysteme auf Basis von Meta-Mo-dellen verglichen werden.Google Scholar
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    Auch wenn Zugriff auf externe Datenbestände (z. B. via LDAP) besteht, erfolgt eine Repräsentation dieser Daten im Rollenmodell des Workflowmanagementsystems .Google Scholar
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    Als Beispiel sei hier die Transformation der Ereignisgesteuerten Prozesskette in Petri-Netze genannt. Vgl. dazu v. Uthmann (2001).Google Scholar
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    Vgl. im folgenden Dittrich et. al. (2000).Google Scholar
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    Vgl. dazu im folgenden zur Mühlen (2001) sowie zur Mühlen, Rosemann (2000).Google Scholar
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    Zum Einsatz derartiger Tools vgl. z. B. Derszteler (2000), Weiß (1997), zur Mühlen (2000).Google Scholar
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    Vgl. dazu z. B. Weske (1997).Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2003

Authors and Affiliations

  • Michael zur Mühlen
  • Holger Hansmann

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