Das Riesenaneurysma als Differentialdiagnose raumfordernder Prozesse der Sellaregion

  • G. Lausberg
Conference paper
Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Neurologie book series (VDGNEUROLOGIE, volume 1)

Zusammenfassung

Als cerebrale Riesenaneurysmen werden solche Aneurysmen bezeichnet, deren Durchmesser mehr als 25 mm beträgt. Sie können bei Lokalisation im vorderen communikalen Abschnitt und im Bereich der Arteria carotis interna durch ihre Ausdehnung eine Opticuskompression verschiedenen Ausmaßes verursachen und dadurch das Vorliegen eines Tumors der Sellaregion vortäuschen. Die Häufigkeit der Riesenaneurysmen wird in verschiedenen Statistiken unterschiedlich angegeben. So beschreibt KEMPE (1979) in seinem Krankengut unter 510 Aneurysmen im supraklinoidalen Abschnitt der Arteria carotis interna nur 6 Riesenaneurysmen, einem Prozentsatz von 1,2 entsprechend. Eine ähnliche Häufigkeit für diesen intracraniellen Gefäßabschnitt fanden MORLEY und BARR (1968). Die Häufigkeit von Riesenaneurysmen im gesamten Hirngefäßbereich liegt nach der Studie der gleichen Autoren bei 4,5%; PIA und ZIERSKI (1979) hatten in ihrer Serie 4,9% Riesenaneurysmen.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1980

Authors and Affiliations

  • G. Lausberg

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