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Analgesie mit Opioiden bei Unfallverletzten

  • Enno Freye

Zusammenfassung

Bis vor kurzem bestand noch die Forderung, nach einem Bauchtrauma z. B. keine Analgetika zu geben, um eine akute Symptomatik nicht zu verschleiern und eine erweiterte Diagnostik nicht zu erschweren. Diese Forderung hat heute nicht mehr die gleiche Gültigkeit, da invasive (Peritoneallavage) und nichtinvasive Verfahren zur erweiterten Diagnostik (Röntgen, Sonographie, CT) zur Verfügung stehen, ohne daß eine aktive Mitarbeit von Patienten notwendig ist. Weiterhin ist die Furcht vor potentiellen Nebenwirkungen die Ursache, daß in vielen Fällen bei Verletzten mit starken Schmerzen öfters keine oder nur schwach wirksame Analgetika verabreicht werden. Akute Schmerzzustände, speziell im Bereich der Notfallmedizin, sind dadurch gekennzeichnet, daß die sie begleitende vegetative Dysregulation (sympathoadrenerge Gegenregulation) zusätzliche Folgen am kardiovaskulären System bedingen, so daß z. B. bei einem Myokardinfarkt ein gesteigerter Sympathikustonus ein Kammerflimmern auslösen kann. Weiterhin muß ein neurohumural bedingter Verlust der alveolokapillären Integrität mit Stauung und Flüssigkeitsansammlung und einer daraus resultierenden Complianceabnahme der Lunge bedacht werden, wenn Verletzungen des Thorax und seiner Organe bereits zu einer respiratorischen Insuffizienz führen bzw. Frakturen, das stumpfe Thorax- und/oder Bauchtrauma, Verbrennungen und Weichteilquetschungen vorliegen [133, 220].

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  • Enno Freye
    • 1
  1. 1.Heinrich-Heine-Universität DüsseldorfDüsseldorf 1Deutschland

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